Sins

Einzonungen sind für CVP gerade richtig und für SVP zu grosszügig

Sins will als Zentrumsgemeinde seinen Richtplan anpassen und neue Bauzonen erschliessen. ES

Sins will als Zentrumsgemeinde seinen Richtplan anpassen und neue Bauzonen erschliessen. ES

Die CVP Aargau unterstützt die Richtplananpassung in der Gemeinde, die Grünen sind dagegen, die SVP macht Vorbehalte, findet aber eine Rückweisung der Vorlage andie Gemeinde übertrieben.

Die geplante Erweiterung des Siedlungsgebietes liegt nach Ansicht der CVP im Interesse der beabsichtigten Entwicklung von Sins. «Die vorgeschlagenen Ein- und Umzonungen sind raumplanerisch richtig und massvoll.»

Sie würden der Gemeinde als südlicher Entwicklungsschwerpunkt der Region Oberes Freiamt ermöglichen, ihre zugewiesene Aufgabe als Zentrumsgemeinde zu erfüllen. Die Vorgaben betreffend Verdichtung seien erfüllt. «Die zurückhaltenden Einzonungen in den Aussendörfern und der Verzicht, weitere Weilerzonen auszuscheiden fernab von Verkehrsachsen ist korrekt.»

Der CVP sei bewusst, dass Neueinzonungen immer auch einen Verlust von Landwirtschaftsgebiet, beziehungsweise Fruchtfolgeflächen bedeuteten. Wesentlich sei aber, dass als Fruchtfolgeflächen nur diejenigen Flächen gelten, die auch die entsprechenden Qualitätsanforderungen erfüllten.

Damit bewirke nicht alles zur Einzonung vorgesehene Landwirtschaftsland auch einen flächengleichen Verlust von Fruchtfolgeflächen (insbesondere die Einzonungen Tschampani, Schürmatt, Aettenschwil und Fenkrieden).

Grüne wollen Marschhalt

Dagegen sind die Grünen: «Die aktuellen Einzonungsbegehren der drei Gemeinden Sins, Wohlen und Baden sind zurückzuweisen, da diese Gemeinden massiv bevorteilt würden.» Gemäss Bundesbeschluss sei der Kanton verpflichtet, mindestens 40'000 Hektaren an Fruchtfolgeflächen auszuweisen und deren Erhalt langfristig zu sichern.

Ende 2011 habe der Aargau 40'562 Hektaren ausgewiesen, Tendenz rasch abnehmend. Bei den angestrebten Flächengrössen könnten im Kanton schon in wenigen Jahren keine Fruchtfolgeflächen mehr eingezont werden.

Auch aus Gründen der Solidarität zwischen den Gemeinden sei bei allen Einzonungen, wo Furchtfolgeflächen betroffen sind, ein Marschhalt einzulegen. Ginge der Verlust an Fruchtfolgeflächen im gleichen Mass weiter, wäre bereits in fünf bis zehn Jahren Schluss mit Einzonungen.

«Dies ist in keiner Weise nachhaltig und missachtet den Anspruch zukünftiger Generationen, ihre Chancen zur Entwicklung zu wahren, deutlich.»

SVP: «Sehr grosszügig»

«Die Einzonung für öffentliche Bauten und Anlagen von 2,4 Hektaren ist sehr grosszügig, insbesondere 1,2 Hektaren für einen Werkhof der Gemeinde ist sehr viel», findet die SVP Aargau. Auch die Einzonung Langweid von 4,1 Hektaren in die Wohnzone entspreche eigentlich nicht den heutigen Anforderungen für verdichtetes Bauen.

«Diese ganze Fläche für Einfamilienhäuser zu reservieren halten wir für nicht sehr geschickt.» Eine Rückweisung der Vorlage an die Gemeinde sei allerdings übertrieben, deshalb stimme die SVP der Vorlage im Sinne der Gemeindeautonomie zu.

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