Wohlen
Einwohnerrat verweigert der Bauverwaltung eine Stellenaufstockung

Die stark belastete Bauverwaltung muss weiterhin mit dem bisherigen Bestand von 870 Stellenprozenten auskommen. Der Einwohnerrat hat sich gegen eine Erhöhung auf 940 Prozent ausgesprochen.

Fabian Hägler
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Nicht immer werden wieder mehr Stellen angeboten (Symbolbild)

Nicht immer werden wieder mehr Stellen angeboten (Symbolbild)

Keystone

Ein FDP-Antrag, das Geschäft an den Gemeinderat zurückzuweisen, kam mit 17 Ja- zu 16 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen ganz knapp durch.Thomas Geissmann (FDP) forderte, nach der Kündigung des aktuellen Stelleninhabers müsse erst der neue Bauverwalter angestellt werden. «Es gibt strukturelle Probleme, eine neue Führungspersönlichkeit ist nötig, um die Abteilung zu durchleuchten.» Dass es Probleme gebe, zeige sich laut Geissmann daran, dass die Bauverwaltung die Leitung der Rebberg-Erschliessung nach einem Zerwürfnis mit dem externen Bauleiter selber übernommen habe.
Gemeindeammann Walter Dubler bezeichnete Geissmanns Aussage als unqualifiziert und betonte, beim Stellenausbau gehe es um eine minimale, zweckmässige Erhöhung. Der abtretende Bauverwalter Patrick Ing-lin ergänzte, eine Analyse der Strukturen finde bereits statt.

Arsène Perroud (SP) sagte, die Bauverwaltung sei chronisch überlastet, dies habe nichts mit der Führung zu tun. Meinrad Meyer (CVP) stimmte ihm zu: «Die Rückweisung würde nur Verzögerungen bringen, dabei stehen mit Schwimmbad, Schulhäusern und Eisbahn viele Projekte an.» Thomas Burkard meinte gar: «Mit einer Rückweisung richten wir grossen Schaden an auf der Bauverwaltung.»
Simon Sax (GLP/Freis Wohle) hielt den Zeitpunkt für eine Personalaufstockung hingegen nicht für ideal. Edi Brunner (SVP) forderte, der neue Bauverwalter müsse zuerst «seinen Laden ausmisten und neu organisieren, erst dann sehen wir, wie viele Leute es wirklich braucht.»