Wohlen

Einwohnerrat: Bruno Bertschi tritt zurück

SVP-Fraktionschef Bruno Bertschi

bertschi

SVP-Fraktionschef Bruno Bertschi

Nach 15 Jahren ist die Zeit gekommen, um jüngeren Kräften Platz zu machen“, hält Bruno Bertschi (SVP) in einem Schreiben an Einwohnerratspräsidentin Marlis Spörri fest. Der amtsälteste Wohler Einwohnerrat tritt per 31. Dezember aus dem Gemeindeparlament zurück. Gleichzeitig gibt Bertschi auch sein Amt als Mitglied und Präsident der Einbürgerungskommission (EBK) auf.

Wer ihn im Einwohnerrat ersetzt und wer neuer EBK-Präsident wird, ist derzeit noch offen. „Während meiner Mitgliedschaft im Einwohnerrat wurden viele interessante Geschäfte behandelt und Millionen von Franken bewilligt, die zum Teil gar nicht vorhanden waren und auch heute noch nicht vorhanden sind“, blickt Bertschi zurück. Und er prophezeit, die politische Arbeit in Wohlen werde in den nächsten Jahren „angesichts der desolaten Finanzsituation mit Sicherheit nicht einfacher werden“.
An der heutigen Sitzung, der zweitletzten von Bruno Bertschi, stehen einige Finanzthemen auf der Traktandenliste. So geht es unter anderem um die Forderung der Finanzkommission für einen Massnahmenkatalog zur Verbesserung der Finanzlage oder um den Bericht über die Untersuchung der Lohnstrukturen beim Gemeindepersonal. Daneben befindet der Einwohnerrat über einen Baukredit von 830 000 Franken für die Sanierung der Kanalisationsleitungen im Mythenweg und befasst sich mit den Kreditabrechnungen für den Doppelkreisel Wohlerhof / Kino Rex und das neue Urnenfeld auf dem Friedhof.
Mehr Polizei für Wohlen
Zudem befasst sich der Einwohnerrat mit dem Antrag zur Aufstockung der Regionalpolizei. Bis in fünf Jahren soll das Korps von heute 12 auf 17 Polizisten vergrössert werden. Dies entspricht den Vorgaben im kantonalen Polizeigesetz, die bis 2017 umgesetzt werden müssen. Für die Gemeinde Wohlen ergeben sich im Zeitraum von 2013 bis 2017 einmalige Kosten von 866 000 Franken, ab 2017 jährliche Mehrkosten von 266 000 Franken.
Schliesslich entscheidet das Wohler Parlament über die Erweiterung der regionalen Zivilschutzorganisation (ZSO) Wohlen. Die beiden Gemeinden Dottikon und Hägglingen sollen der ZSO Wohlen per 1. Januar 2014 beitreten – dafür ist eine Änderung der Satzungen notwendig. (fh)

Meistgesehen

Artboard 1