Boswil
Einwohner von Boswil wehren sich gegen geplanten Kreisel

In Boswil haben mehrere Einwohner Einsrpache gegen den geplanten Kreisel Vorstadt eingelegt. Sie befürchten, dass ihre Liegenschaften durch das Bauprojekt wesentlich an Wert verliert und verlangen die Verschiebung auf kantonseigenes Land.

Eddy Schambron
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Marcel Stucki (links) und Josef Notter verstehen die Planer nicht; im Hintergrund die Einfahrt in die Tiefgarage, die Stützmauer im Vordergrund müsste weg und neu gebaut werden. ES

Marcel Stucki (links) und Josef Notter verstehen die Planer nicht; im Hintergrund die Einfahrt in die Tiefgarage, die Stützmauer im Vordergrund müsste weg und neu gebaut werden. ES

Cordula und Marcel Stucki können den Kanton nicht verstehen: Bei der Projektierung des Kreisels Vorstadt in Boswil wird die Liegenschaft, die sie bewohnen, und diejenige des Nachbarn Josef Notter wesentlich abgewertet, obwohl ihrer Ansicht nach genügend Platz vorhanden wäre, den Kreisel ohne diese Beeinträchtigung zu realisieren.

Notter und der Liegenschaftsbesitzer Vorstadt 1, Franz Bucher, haben Einsprache gegen das geplante Bauwerk erhoben. «Wir sind nicht gegen den Kreisel an sich», führt Bucher aus, «aber es werden verschiedene Normen verletzt, die angrenzenden Grundstücke werden massiv tangiert und er ist in dieser Dimension gar nicht nötig.»

Insel für der Einfahrt

Konkret sieht die Situation so aus, dass Stuckis nach dem Bau des Kreisels eine problematische Ein- und Ausfahrt in die unterirdische Garage erhalten würden. Bei der Einfahrt müssten sie eine gleich davor liegende Fussgängerinsel umfahren, bei der Ausfahrt spitzwinklig abbiegen. «Da hat jemand geplant, ohne die Örtlichkeiten angeschaut zu haben», ist Cordula Stucki überzeugt. Ebenfalls wenig erbaut vom Projekt ist Josef Notter. Vor gut zwei Jahren hat er eine neue Stützmauer nach Vorgaben des Kantons entlang seines Grundstückes erstellen müssen. «Wenn der Kreisel so gebaut würde, müsste ich wieder Land abtreten und die Mauer müsste wieder verlegt und neu gemacht werden. Das ist doch Unsinn.» Franz Bucher bezeichnet dieses Vorgehen als «Geldvernichtung».

Kreisel verschieben

Sowohl Bucher als auch Notter und Stuckis sind der Ansicht, dass der Kanton den Kreisel nur etwas redimensionieren und um etwa drei Meter Richtung Flurstrasse/Muristrasse verschieben müsste, um diese Konfliktpunkte auszumerzen. Das Land dafür wäre bereits im Besitz des Kantons. Von der Abteilung Tiefbau des Baudepartementes ist gegenwärtig noch keine Aussage zu erhalten, weil unter anderem die Stellungnahme des Gemeinderates fehlt. Wie André Grieder ausführt, werden die Anliegen geprüft, wenn alle Unterlagen vollständig vorhanden sind.