Hägglingen
Einweihung zum Abschied: Eine neue Turnhalle als Gesellenstück des Heiner Graf

Die Turnhalle Birch wurde am Samstag mit einem zünftigen Fest eingeweiht. Es ist ein Neubau, der in allen Teilen zu begeistern vermag.

Toni Widmer
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Regierungsrat Alex Hürzeler bei seiner Festansprache in der neuen Halle.

Regierungsrat Alex Hürzeler bei seiner Festansprache in der neuen Halle.

Toni Widmer

«Eine einfache Turnhalle oder eine Doppelturnhalle? Eine, in der man auch Fasnachtsbälle und andere Veranstaltungen durchführen kann oder eine, die nur dem Sport dient?» Das waren die Fragen, auf die man in Hägglingen über Jahre hinweg Antworten suchte.

Als der Entscheid gefallen war, ging es zügig vorwärts: 2013 wurde ein Projektwettbewerb für eine Einfachturnhalle für sportliche Zwecke lanciert, 2015 hat die Gemeindeversammlung den Baukredit über 5,54 Mio. Franken bewilligt, vor rund einem Jahr fand der Spatenstich statt und am Samstag ist das Bauwerk im Rahmen eines zünftigen Festes den künftigen Nutzern – Schule und Sportvereinen – übergeben worden.

Vom Resultat sind alle begeistert. Der schlichte, jedoch äusserst zweckmässige Neubau vermag in allen Teilen zu befriedigen. Von der Bevölkerung gelobt wurde insbesondere auch die architektonische Qualität des Gebäudes, das sich hervorragend in die Umgebung einfügt.

Guter Baukommissionspräsident

Die Erne AG Holzbau, Stein, und die Horberger Architekten aus Zürich sind aus dem Projektwettbewerb von 2013 als Sieger hervorgegangen. Eine breit abgestützte Baukommission unter Gemeinderat Heiner Graf hat die Umsetzung begleitet: «Heiner Graf war unser Glücksfall. Von seiner Fachkompetenz konnten wir sehr viel profitieren. Er hat gewusst, auf was wir achten müssen, er hat mit grossem Einsatz viele Probleme gelöst und er ist massgeblich dafür verantwortlich, dass dieses Bauwerk so gut herausgekommen ist», lobte Gemeindeammann Urs Bosisio an der Einweihungsfeier. Man kann die Turnhalle Birch denn auch ein Stück weit als Heiner Grafs Gesellenstück bezeichnen. Der dipl. Bauingenieur ETH geht nach 16 Jahren als Gemeinderat per Ende 2017 in den politischen Ruhestand.

Natürlich ist die neue Halle nicht primär Graf zu verdanken, sondern vor allem der Hägglinger Bevölkerung, welche den erforderlichen Kredit bewilligt hat. Das wusste Schul- und Sportminister Alex Hürzeler entsprechend zu würdigen: «Solche Bauten sind nicht nur für die Schule wichtig, sondern auch für das Vereinsleben in einem Dorf. Mein Respekt gilt den Steuerzahlern, die bereit waren, diese neue Halle zu finanzieren», sagte der Regierungsart vor den überaus zahlreich erschienenen Häggligerinnen und Häggligern. Auch Hürzeler lobte das verwirklichte Konzept: «Da ist vorbildliche Arbeit geleistet worden. Hägglingen hat an die Zukunft gedacht und eine Lösung gefunden, dank der diese Halle allenfalls später erweitert werden kann.»

Nach dem Festakt mit Ansprachen, musikalischer Unterhaltung durch den Musikverein Concordia und einen Schülerchor sowie der Einsegnung durch die örtliche Geistlichkeit wurde ein Apéro offeriert. Höhepunkt des Nachmittagsprogramms mit verschiedenen Einlagen war der Fussballmatch des Gemeinderats gegen den Vorstand des Fussballclubs.