Wohlen
Einsprache wegen Handyantenne: «Werden die Grenzwerte überprüft?»

Einige Einwohner von Wohlen haben Bedenken wegen der neuen Mobilfunkantenne an der Bifangstrasse. Maja Meier und drei weitere Einsprecher stellen dem Gemeinderat eine Anfrage betreffend dem Qualitätssicherungssystem.

Andrea Weibel
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Die neue Mobilfunkantenne an der Bifangstrasse 32. aw

Die neue Mobilfunkantenne an der Bifangstrasse 32. aw

Lange haben Einsprecher gegen die neue Mobilfunkantennen-Anlage an der Bifangstrasse 32 gekämpft und gelangten damit bis vor den Regierungsrat. Die Baubewilligung wurde dennoch erteilt, allerdings verpflichtete der Regierungsrat die Firma Sunrise Communication AG, das vom Bundesamt für Umwelt empfohlene Qualitätssicherungssystem (QS) zu implementieren.

Sicherungssystem nicht existent?

«Aus verschiedenen Quellen haben wir gehört, dass dieses Sicherungssystem aber gar noch nicht existiert», so Einwohnerrätin Maja Meier (Grünliberale-Freis Wohle). Dies sei brisant, weil die Antenne gebaut ist und Mitte März bereits zum ersten Mal gesendet habe, wie die Einsprecher gemessen haben. «Was gedenkt der Gemeinderat zu unternehmen, falls das QS-System nicht implementiert werden kann, weil es noch gar kein solches System gibt?», lautet daher eine der elf Fragen, die die vier Einsprecher, darunter Meier, an den Gemeinderat Wohlen richten.

Politischer Weg

«Bisher haben wir nie klare Infos von der Bauverwaltung erhalten. Wir wissen nicht, ob die Anlage bereits abgenommen wurde. Wir wissen nur, dass sie schon sendet», so Meier. Sie bedauert, dass die starke Antenne direkt neben Schulen und Altersheim gebaut werden durfte. Die Strahlungswerte der Antenne seien relativ hoch, «erreichen die Grenzwerte aber ganz knapp nicht», weiss sie. «Das Qualitätssicherungssystem würde aber zumindest jedes Mal Alarm schlagen, wenn die Grenzwerte doch erreicht würden», ist den Einsprechern wichtig.

Sie wären gern bei der Abnahme der Antenne durch den Gemeinderat dabei. «Da wir in zwei schriftlichen Anfragen aber keine zufriedenstellende Antwort erhalten haben, gehen wir nun den politischen Weg», erklärt sie den Schritt.