Hermetschwil-Staffeln

Einheimische und Auswärtige feiern 100. Geburtstag der Elektra

Autor Sepp With (links) mit Elektra-Präsident Markus Wey und Chronik.

Autor Sepp With (links) mit Elektra-Präsident Markus Wey und Chronik.

Während zwei Jahren befasste sich der 83-jährige Dorfchronist Sepp With mit dem Thema «Strom» und der Geschichte der Elektragenossenschaft Hermetschwil-Staffeln, die ihren 100. Geburtstag feiert. Entstanden ist eine lesenswerte 64-seitige Broschüre.

Den Chronisten und die Jubiläumsschrift, die die Elektra zu ihrem 100. Geburtstag in Auftrag gegeben hatte, beklatschten gegen 200 Personen. Sie erlebten in der Turnhalle St. Benedikt eine jubiläumswürdige Gala mit Tafelfreuden und vergnüglicher Unterhaltung.

Unterhaltung: Sketch der Formation «United Nonsense»

Unterhaltung: Sketch der Formation «United Nonsense»

Grossinvestition am Suterhübel

Teil der Jubiläums-Gala war die Generalversammlung der Elektra. Zum Beschluss stand ein happiges Geschäft zu Kosten von knapp 450'000 Franken: Erneuerung und Ausbau der Strom-Infrastruktur am Suterhübel. Dies im Zusammenhang mit der geplanten baulichen Erschliessung von 25'000 Quadratmeter Land am Suterhübel, der Erhebung zwischen den Dorfteilen Hermetschwil und Staffeln. Alle Genossenschafter sagten Ja zu diesem grössten Projekt in der Elektrageschichte.

Die alte Freileitung am Suterhübel wird abgebrochen. Sie wird ersetzt durch eine Leitung nach aktuellem Stand der Technik in einem komplett neuen Trassee. Dank eines Eigenkapitals von beinahe 1,5 Mio. Franken kann die Elektra die Investition ohne fremde Hilfe stemmen. Im Grunde genommen handelt es sich um eine Vorfinanzierung. Ungefähr die Hälfte der Ausbaukosten übernehmen die dortigen Landanstösser, die Perimeterbeiträge zahlen müssen. Die Restkosten sollen durch Anschlussgebühren in die Elektra-Kasse fliessen.

Geschenke und Komplimente

Es hagelte bei der Gala förmlich Komplimente und Geschenke an die Adresse der Elektra und deren engagierter Vorstand unter der Leitung von Markus Wey. Hubert Zimmermann von der Geschäftsleitung der AEW Energie AG, der Stromvorlieferantin in Hermetschwil-Staffeln, gratulierte zu «100 erfolgreichen Jahren in der örtlichen Versorgungssicherheit.»

Zimmermann überreichte zwei Geschenke. Das Energieunternehmen übernimmt zum einen den Naturstrom-Aufpreis von 50'000 gelieferten Kilowattstunden Strom an die Elektra. Zum Zweiten übergab er Wey einen grösseren Geldbetrag. Das Geld soll im Dorf für ein nachhaltiges Vorhaben eingesetzt werden, aller Voraussicht nach für ein Projekt zur Nutzung von Solarenergie.

Karl Suter gratulierte im Namen des Energiepools Freiamt, der ebenfalls von Markus Wey präsidiert wird und dem 31 Gemeinden angehören. Suter überreichte dem Elektra-Vorstand einen Gutschein für ein feines Nachtessen. Die Elektra ihrerseits beschenkte alle Gala-Besucher mit einem tollen Präsent: einem Haushaltgerät, das den Stromverbrauch misst und die Stromkosten berechnet.

Elektra bleibt autonom

Am 11. März stimmen Bremgarten und Hermetschwil-Staffeln an der Urne über die Gemeindefusion ab. Losgelöst vom Abstimmungsergebnis steht fest, dass die Elektrizitätsgenossenschaft eigenständig bleibt. Sie wird die Haushaltungen in Hermetschwil-Staffeln weiterhin mit Energie versorgen und nach wie vor für die öffentliche Beleuchtung der örtlichen Plätze und Strassen in Hermetschwil-Staffeln zuständig sein.

Meistgesehen

Artboard 1