Bremgarten

Einer der schlechtesten Aargauer Fussballplätze? Stadtrat spielt den Ball an den FC Bremgarten zurück

..

Felix Schmid, Ehrenmitglied des FC Bremgarten, beklagte sich über den Zustand von Fussballplatz und Umkleide – jetzt nimmt der Stadtrat Stellung.

«Zählte früher die Bärenmatte zu den gepflegtesten Sportplätzen kantonsweit, sind wir diesbezüglich auf einem der hinteren Plätze gelandet.»

Felix Schmid, selber seit 45 Jahren Fussballer, beklagte sich über den Fussballplatz, der bei etwas intensiverem Regen gesperrt werden muss.

Er schlug den Bau einer neuen Anlage vor und wandte sich mit einem Brief an den Stadtrat. Dieser hat an seiner Sitzung vom Montag das Anliegen behandelt.

Stadtammann Raymond Tellenbach äussert sich nun dazu: «Der Bau eines weiteren Sportplatzes kommt rein deshalb nicht infrage, weil der Einwohnergemeinde kein entsprechendes Areal zur Verfügung steht. Eine Einzonung ist aufgrund des vom Volk verabschiedeten Raumplanungsgesetzes nur in ganz engen Grenzen möglich, momentan stehen alle Zeichen auf verdichten.»

Damit bleibe als Lösung nur noch die bestehende Anlage im Waffenplatz – diese gehört der Armasuisse. «Die Armasuisse will aufgrund der laufenden Umstrukturierungen der Armee und ihrer Ausbildung keine längerfristigen Verträge eingehen. Wir können dort keine grossen Investitionen tätigen, weil die Gefahr besteht, dass wir diese in drei Jahren verlieren und ganz abschreiben müssen. Dies alles ist ausführlich mit dem Präsidenten des FC besprochen worden.»

Schmid beklagte auch die Situation in der Baracke, wo sich die Umkleideräume befinden. Diese sind bereits sehr alt.

Der Stadtrat habe sich dieses Jahr bereits zweimal damit beschäftigt, so Tellenbach. «Im Mai haben zwei Räte mit dem Präsidenten des FC das weitere Vorgehen abgesprochen. Gelaufen ist offenbar noch nichts, auch nicht aufseiten des FC. Wir haben es nun nochmals angestossen», sagt der Stadtammann.

Der Stadtrat finde es bedenklich, dass Schmid nicht informiert sei oder diese Informationen bewusst unterdrückt habe. «Er greift lieber die politischen Parteien und Behörden in allgemeiner und unqualifizierter Art und Weise an. Schade.»

Der Stadtrat nimmt jetzt nochmals Kontakt zum Präsidenten auf, um die vereinbarten Aktivitäten gemeinsam ins Rollen zu bringen. «Und ich werde das Gespräch mit Herrn Schmid suchen», verspricht Tellenbach.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1