Vor 56 Jahren sammelte auch die Wohler Schuljugend Geld für das Alterswohnheim Bifang. Daran erinnerte sich Kurt Notter, Verwaltungsratsmitglied des Bauunternehmens Otto Notter AG, am Festakt für das vor 50 Jahren eingeweihte Heim. Vor 40 Jahren folgten das Leichtpflegeheim und die Cafeteria.

«Ich persönlich erinnere mich noch gut daran, wie wir Schüler damals die Aufgabe hatten, von Tür zu Tür zu gehen und Holzklötzli für ein paar Franken zu verkaufen», sagte Notter vor der Festgemeinde, zu der auch Architekt Christoph Beriger, Planer des Alterswohnheims, und alt Vizeammann Alfred Fischer, einer der Initianten des grossen Sozialwerks, stiessen.

Historische Begegnung: Architekt Christoph Beriger (links) unterhält sich mit dem Festredner Kurt Notter.

Jubiläum Bifang

Historische Begegnung: Architekt Christoph Beriger (links) unterhält sich mit dem Festredner Kurt Notter.

Ein Ort der Menschlichkeit

Natürlich sei die Aktion Bauklötze nur ein verschwindend kleiner Zustupf gewesen an dieses grosse Vorhaben, meinte der Festredner. «Aber für mich und wohl alle Schüler war es eine wichtige Lebenserfahrung. Es hat uns gezeigt, dass dann, wenn alle mithelfen und sich jeder nach seinen Möglichkeiten einsetzt, daraus etwas Grossartiges entstehen kann».

Der Verein Alterswohnheime Wohlen warb damals für Mitglieder mit folgenden Worten: «Das Altersheim Bifang wird kein Prunkbau, sondern soll eine in jeder Beziehung sonnige und gemütliche Stätte werden, wo sich die Insassen heimisch fühlen». Beim Wort «Prunkbau» habe er gestutzt, sagte Notter. Natürlich sei der Bifang kein Prunkbau, aber trotzdem ein Gebäude mit einer hohen architektonischen Qualität und Ausdruckskraft nach dem Vorbild des finnischen Stararchitekten Alvar Alto. Hier sei ein Ort entstanden, an dem Herzlichkeit, Menschlichkeit und Rücksichtnahme, Gemeinschaft und Zusammenhalt, Wertschätzung und Respekt gegenüber betagten und kranken Menschen tagtäglich aufs Neue gelebt würden, so Notter.

An der 54. Generalversammlung des Bifang-Trägervereins lobte die Vereinspräsidentin Marianne Piffaretti den Mut und Einsatz, der für den Bifang aufgebracht worden sei. Das Heim sei «personell und strukturell gut aufgestellt». Hier seien Profis am Werk. Ebenso wertvoll sei die Arbeit der freiwilligen Helferinnen und Helfer, namentlich in der Cafeteria. Im Lauf des Jahres werden mehrere Jubiläumsanlässe für Bewohner, Angehörige, Personal, freiwillige Mitarbeiter und pensionierte Angestellte durchgeführt.

Alle Betten waren ausgelastet

Finanzchef Urs Meier legte eine «tolle» Jahresrechnung vor, die dank der hundertprozentigen Bettenauslastung so gut ausgefallen sei. In der Cafeteria sei ein Umsatz von 38 000 Franken erzielt worden. Dieser floss auch in die Rechnung. Bifang-Geschäftsleiter Marcel Lanz teilte mit, dass die auf allen Dächern installierten Photovoltaikanlage in der Periode vom 25. September 2018 bis 30. April 2019 elf Prozent des Stromerbrauchs deckte. Über das ganze Jahr gesehen erwartet man 18 bis 20 Prozent.

Einwohnerratspräsident Edi Brunner bezeichnete den Bifang in seiner Grussadresse als «Wohlfühloase», in der Menschen im Alter ein würdiges Leben verbringen dürften.