Muri
Eine volle Kirche zum Abschied von Pfarrer Urs Elsener

Ein feierlicher Gottesdienst zum Abschluss seines 12-jährigen Wirkens, stehender Applaus von den Gläubigen: Pfarrer Urs Elsener hinterlässt in Muri viele Spuren.

Eddy Schambron
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Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Elsener in Muri
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Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Elsener in Muri

Eddy Schambron

Domherr und Pfarrer Urs Elsener habe darum gebeten, auf eine Beweihräucherung zum Abschied nach 12 Jahren zu verzichten, sagte Kirchenpflegepräsident Thomas Suter. Dieser Wunsch könne nur teilweise erfüllt werden, weil Elsener in seiner Zeit zahlreiche Impulse gegeben habe, die unvergesslich seien und Bestand haben würden. So wurde etwa die Kinderkrippe während dem Gottesdienst eingerichtet, die Nachtwache während der Ostertage eingeführt oder als letzte Tat die erwachsenen Ministranten organisiert.

Ausserdem sei Elsener die Jugendarbeit immer sehr wichtig gewesen; Suter erinnerter an den Deutschschweizer Weltjugendtag in Muri mit über 600 Jugendlichen. Schliesslich habe er nun auch mitgeholfen, dass Muri mit dem Luxemburger Pfarrer Georges Schwickerath einen guten Nachfolger erhält. Schwickerath wird ab 1. September als Pfarradministrator die Pfarreien Muri , Aristau, Beinwil im Seelsorgeverband sowie die Pfarreien Boswil und Bünzen leiten. Elsener zieht nach Schaffhausen weiter.

Gutes Einvernehmen

Die Einwohnergemeinde habe mit der Kirchgemeinde ein gutes Einvernehmen, betonte der Murianer Gemeindeammann Josef Etterlin. Er lobte Elsener für seine grosse Offenheit und Kontaktfreudigkeit und erklärte, dass es an nun den Murianern liege, «offen auf den neuen Pfarrer zuzugehen.» Er hoffe aber auch, dass der scheidende Pfarrer immer wieder den Weg zurück nach Muri findet, «vielleicht schon im Februar.» Elsener hat nämlich nicht nur einen guten Draht zur Bevölkerung, sondern auch zur Fasnacht.

Bild als Erinnerung

Von Etterlin erhielt Elsener eine Wappenscheibe mit den Gemeindewappen und dem Klosterengel darüber, geschaffen von Rico Galizia. Im Namen der ganzen Kirchgemeinde übergab ihm Kirchenpflegerin Maria Wüest ein Bild von Pirmin Breu, das die Klosteranlage mitsamt der Kirche St. Goar und einem weiten Himmel zeigt. Schliesslich schenkten ihm die zahlreichen Vereine und Institutionen von Muri lose, gestaltete Blätter, die zusammengeheftet ein einmaliges Erinnerungsbuch ergeben. «Pfarrer Elsener hat eine bunte und mobile Pfarreigemeinschaft mit einem starken Profil entwickelt», lobte Grazia Giampà Coroniti als Vertreterin des Pfarreirates.

Pfarrer Urs Elsener war sichtlich gerührt über den feierlichen Abschied. «Ihr alle habt mitgetragen», sagte er, «was wäre ich als Pfarrer allein?» Er wird hier noch einige Gottesdienste feiern, dann eine Auszeit in Australien verbringen. Und er versprach, «immer wieder mal in Muri aufzutauchen».