Sins

Eine Studie und zwei Mitwirkungsverfahren später – der Gestaltungsplan steht

Das Gebiet zwischen Bahnhof und Zentrum Sins wird als Bahnhofpark aufgewertet.

Das Gebiet zwischen Bahnhof und Zentrum Sins wird als Bahnhofpark aufgewertet.

Seit Montag liegt in der Gemeinde Sins der Gestaltungsplan «Bahnhofpark» und somit die rechtlichen Grundlagen für die Umstrukturierung des Bahnhofgebiets öffentlich auf. In diesem Teil des Dorfes soll in Zukunft etappenweise ein gemischtes Quartier mit Wohn-, Dienstleistungs- und Gewebebenutzungen entstehen.

Das Gebiet zwischen dem Bahnhof und dem Dorfzentrum Sins soll aufgewertet werden. Bei der ersten Einreichung 2013 konnte der Gestaltungsplanentwurf für einen Bahnhofpark die gesetzlichen Anforderungen jedoch nicht erfüllen. Jetzt, sieben Jahre, eine städtebauliche Studie und zwei öffentliche Mitwirkungsverfahren später, kann die Gemeinde einen finalen Gestaltungsplan zur Umstrukturierung des Gebiets vorlegen. «Die Abteilung Raumentwicklung hat die Vorlage vorgeprüft. Sie erfüllt die Genehmigungsanforderungen an Nutzungspläne», schrieb das Departement Bau, Verkehr und Umwelt im abschliessenden Vorprüfungsbericht. Das öffentliche Auflageverfahren hat vergangenen Montag gestartet und wird noch bis am 10. November dauern.

Ziel ist eine städtische Entwicklung im Zentrum

Mit dem Gestaltungsplan «Bahnhofpark» stehen nun die rechtlichen Grundlagen für die Umstrukturierung des Bahnhofgebiets. In diesem Teil des Dorfes soll in Zukunft etappenweise ein gemischtes Quartier mit Wohn-, Dienstleistungs- und Gewebebenutzungen entstehen.

«Unser Ziel ist es, eine massvolle und sinnvolle städtebauliche Entwicklung in unserem Zentrum zu realisieren», erklärt Rolf Friedli, Leiter Bau und Planung der Gemeinde Sins. Dieses Projekt soll aber nicht in einer grossen Gesamtüberbauung entstehen, sondern Schritt für Schritt realisiert werden. «Die Umsetzung wird eine rechte Herausforderung werden», schaut Friedli voraus.

Das betroffene Gebiet erstreckt sich über sieben Parzellen verschiedener Grundeigentümer nördlich und südlich der Bahnhofstrasse und hat eine Gesamtfläche von 8400 Quadratmetern. Aufgrund der unterschiedlichen Vorhaben und Ideen der verschiedenen Bauherren und basierend auf den Ergebnissen der städtebaulichen Studie, die der Gemeinderat in Auftrag gegeben hat, konnten in diesem Teil des Dorfes vier Quartierfelder herauskristallisiert werden. Dabei handelt es sich um die Felder Wohnen im Park, City-Park, Bahnhofstrasse und Zentrum am Bahnhof.

Herausforderungen bei verschiedenen Parametern

In diesen Feldern sind, je nach Bereich, Wohnungen und parkähnliche Multifunktionsflächen, aber auch eine Migros und weitere Räume für Gewerbebenützung geplant. Ausserdem soll eine effiziente Verkehrserschliessung ausgearbeitet werden. Die Schwierigkeit dabei sei, dass bei der Planung auf das in diesem Teil des Dorfes bereits bestehende Gewerbe Rücksicht genommen werden müsse. «Parameter wie zum Beispiel die SBB oder die direkten Nachbarn müssen berücksichtigt werden», so Friedli. «Und natürlich hängt es auch von der aktuellen Finanzlage und der Nachfrage ab.»

Wie genau die neue Überbauung und der neugestaltete Busterminal in Zukunft aussehen sollen, ob es im Bahnhofbereich eine Tempo-30- oder eine Begegnungszone geben wird, sei alles erst in Planung. Und bis die Baubewilligungen eingereicht werden, werde es auch noch dauern. Doch eins sei sicher, so Friedli: «Es wird eine Aufwertung geben. Und man will die Leute vermehrt wieder zum ÖV bringen, indem man Wohnraum in der Nähe der Bahnlinien schafft.»

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