Die Gemeinde Waltenschwil ist momentan noch immer schuldenfrei und kann sich die anstehenden Investitionen von 640 000 Franken in die Wasserversorgung und von 3,5 Millionen Franken in den neuen Kombi-Bau «FeuerWerk» für die Feuerwehr und das Bauamt problemlos leisten. Das teilte Gemeindeammann Michel Christen vor den Medien mit. Das alte Feuerwehrgebäude könnte als Raumreserve für die Gemeindeverwaltung dienen. Mit dem Bau für das Kombi-Gebäude soll im Frühjahr 2017 begonnen werden.

Kanton machte Fehler

An den Gemeindeversammlungen der Ortsbürgergemeinde (30. Mai) und der Einwohnergemeinde (1. Juni) präsentiert der Gemeinderat keine spektakulären Geschäfte. Mit einem Seitenblick auf die Jahresrechnung 2015 der Einwohnergemeinde bedauerte Christen, dass weniger Steuern eingegangen seien als erwartet. Fast halbiert haben sich die Aktiensteuern. Wegen eines Fehlers des Kantonalen Steueramtes musste die Gemeinde 465 000 Franken Aktiensteuern zurückbezahlen. In den Genuss kamen auswärtige Gemeinden.

Christen erwartet bis Ende 2016 mehr Sozialfälle, freut sich aber darüber, dass die Ortsbürgergemeinde die 27 neuen Wohnungen im Eichholz voll vermieten konnte.

Die Ortsbürgergemeinde verfüge über ein beträchtliches Immobilienvermögen und profitiere über die Mietzinse davon, sagte Christen. Im Raum stehe die Idee, eine Kulturkommission zu gründen, die das kulturelle Leben der Gemeinde mit Veranstaltungen bereichern könnte.

Mittelfristig müsse sich der Gemeinderat auch damit befassen, die Grüngutgebühr einzuführen. «Das verlangt der Kanton. Ein zeitlicher Druck besteht noch nicht», meinte der Gemeindeammann. Ohne Kostenüberschreitung konnte die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland über die Bühne gebracht werden.

Auf die Frage, wie lange die Gemeinde Waltenschwil noch selbstständig bleiben könne, sagte Christen: «Noch lange. Die Gemeinde wird Ende Jahr 2800 Einwohner zählen und ist gut aufgestellt.» Der Steuerfuss ist mit 106 Prozent relativ günstig und soll auch 2017 beibehalten werden können.