Wohlen
Eine private Seniorenresidenz als Lebenswerk der Betreiber

Das Alters- und Pflegeheim Bärholz in Wohlen feierte sein 20-jähriges Bestehen. Das Heimleiterpaar sieht in der privaten Institution sein Lebenswerk.

Lisa Stutz
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Das Heimleiterpaar Christoph und Gabriela Roth. Lisa Stutz

Das Heimleiterpaar Christoph und Gabriela Roth. Lisa Stutz

Lisa Stutz

«Ein Mikro-Kosmos, das sind wir hier», sagte Christoph Roth, Heimleiter der Senioren Residenz Bärholz. «Unser Kleinbetrieb liegt inmitten eines Wohnquartiers, es ist ruhig und idyllisch. 19 Mitarbeitende sorgen dafür, dass es den 18 Bewohnern stets gut geht.» Seit 20 Jahren besteht das private Alters- und Pflegeheim an der Bärholzstrasse, aus diesem Anlass wurde am Samstag gefeiert. «Die Residenz ist endlich so, wie wir uns das immer gewünscht haben», erklärte Heimleiterin Gabriela Roth.

Im Jahr 1993 hatten die Vorgänger des Ehepaars Roth das Gebäude altersheimgerecht erbaut. «Zehn Jahre später, im Jahr 2003, haben wir erfahren, dass das Heim zum Verkauf steht», erinnert sich Christoph Roth. «Bis dahin hatten wir den Stadtpark in Olten geleitet und waren davon ein wenig müde geworden.» Also hat sich der ehemalige Architekt um den Erwerb des Heims beworben, und es schliesslich gekauft. «Am Anfang war es ein ziemlicher Stress», gestand seine Frau an der Jubiläumsfeier.

«Doch dann haben wir immer mehr dazugelernt und ein sehr gutes Personalteam zusammengestellt. Seit zwei, drei Jahren können wir nun voll auf unser Personal zählen und die Zusammenarbeit funktioniert einwandfrei», freute sie sich. Auch ihrem Mann liegt die Seniorenresidenz sehr am Herzen: «Das Altersheim Bärholz ist sozusagen mein Lebenswerk», erklärte er.

Um in der Residenz wohnen zu können, müsse man nicht unbedingt über ein dickes Portemonnaie verfügen, so Christoph Roth. «Das Altersheim Bärholz kann man gut mit dem Bifang oder dem Reusspark in Niederwil vergleichen», erklärte er. Was ihm wichtig sei, ist die Qualität: «Wir haben ein Gespür dafür, wie es den Bewohnern geht. Wenn ich zum Beispiel im Speiseraum bin, und sehe, dass jemand nicht gut isst, dann frage ich immer nach und versuche zu helfen», sagt der Heimleiter.

Speziell sind neben diesem «Gspüri» in der Seniorenresidenz Bärholz auch die heimeigenen Betreuhunde. «Wir haben drei Hunde, die zu Betreuhunden ausgebildet wurden. Sie gehen zu den Bewohnern und kuscheln mit ihnen, das tut unseren Klienten gut», erklärte Roth.

Wenn Christoph Roth auf die vergangenen Jahre zurückblickt, fallen ihm vor allem die Veränderungen ein: «In Bund und Kanton hat sich in in Sachen Pflege- und Altersheim sehr viel verändert», erzählte er. «Im Aargau ist das besonders ausgeprägt. Wenn man ihn mit anderen Kantonen vergleicht, merkt man: Hier herrscht sehr viel Papierkrieg.» Für die nächsten 20 Jahre Seniorenresidenz Bärholz wünscht er sich vor allem eins: «Das Altersheim soll immer in guten Händen sein.»

Aufgelockert mit dem Gesang des Männerchors Wohlen/Büttikon und der Musik vom Trio Eschba, verbrachten die Bewohner, Mitarbeiter und Besucher am Samstag eine unterhaltsame Jubiläumsfeier.

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