Nicht viele 18-Jährige können von sich behaupten, dass sie einen Fanklub haben. Jonas Gross aus Merenschwand schon – dank seinem Talent fürs Panflötespielen. Vor neun Jahren griff er erstmals zum Instrument aus Bambus, mit dem er viele Erfolge verbuchen konnte: 2011 gewann er den Kleinen Prix Walo, 2012 brachte er seine erste eigene CD heraus, 2013 trat er mit seinem grossen Vorbild auf, dem deutschen Panflötisten Edward Simoni. Seit zwei Jahren gibt es den Jonas-Gross-Fanklub, der momentan rund 40 Mitglieder zählt. «Und nun darf ich am berühmten Basel Tattoo spielen», freut sich Jonas.

Auftritt vor 8000 Zuhörern

Wie ist es dazu gekommen? «Ich habe von meinen Eltern vom Basel Tattoo erfahren und fand, Panflöte würde gut ins Programm passen. So bewarb ich mich für einen Auftritt wie für einen normalen Job», erzählt der Bibliothekar-Lehrling. «Vor einem Monat erfuhr ich dann, dass ich dabei bin. Für mich ist das eine grosse Ehre.» Jonas wird jeweils am Schluss jeder Aufführung das Stück «Der einsame Hirte» zum Besten geben. «Ich spiele dann jeweils vor rund 8000 Zuhörern pro Vorführung. Ich freue mich sehr, denn das Stück ist eine Panflöten-Hymne.»

Ziel: In Deutschland Fuss fassen

Jonas sieht den Auftritt am Basel Tattoo als weiteren Meilenstein in seiner Panflöten-Karriere. Obwohl er schon viel erreicht hat, strebt er noch höheres Ziel an: «Ich möchte auch in Deutschland Fuss fassen», so der 18-Jährige. In der Schweiz sei der Platz für Musiker zu klein, in Deutschland finde sich allenfalls «eine Lücke, die mir genügend Platz zum Entfalten bietet», so Jonas. Um das zu erreichen, hat er sich bei der Fernsehshow Supertalent beworben.

Jonas’ Musik reicht von grossen Balladen über Jazz, Heavy Metal und typischer Panflöten-Musik bis zu Techno und Dance. «Ich mache von allem etwas», sagt der 18-Jährige. «Auf diese Weise spreche ich so viele Menschen wie möglich an.»

Auf den Auftritt am Basel Tattoo freue er sich sehr, nervös sei er noch nicht. «Das kommt dann, kurz bevor ich auf die grosse Bühne trete.»