Villmergen
Eine neue Freizeitkarte ohne Gemeindegrenzen

Der Forstbetrieb Rietenberg hat eine Freizeitkarte herausgegeben, die das Wandern erleichtert. Auf der Karte sind auf der alle Wanderwege, Waldhütten und Sehenswürdigkeiten dieser Gegend aufgezeichnet.

Lisa Stutz
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Armin Gloor mit der neuen Freizeitkarte an seinem Lieblingsplatz im Wald.

Armin Gloor mit der neuen Freizeitkarte an seinem Lieblingsplatz im Wald.

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Beim Wandern im Gebiet Rietenberg wird sich künftig niemand mehr verirren. Seit Neustem existiert nämlich eine Freizeitkarte, auf der alle Wanderwege, Waldhütten und Sehenswürdigkeiten dieser Gegend aufgezeichnet sind. «Es wurde oft darüber geklagt, dass man sich beim Wandern auf dem Rietenberg nicht gut zurechtfindet», erklärt Armin Gloor. Er ist Mitglied der Betriebskommission des Forstbetriebs Rietenberg und im Gemeinderat von Dintikon, wo er das Ressort Wald unter sich hat.

Die Idee einer Freizeitkarte für die Gemeinden Villmergen, Seengen, Hendschiken, Egliswil und Dintikon entstand im letzten Herbst bei einer OL-Meisterschaft in Villmergen. Eigens dafür hatte der Hobby-Landkartengestalter Beat Wild eine Karte des Rietenbergs angefertigt. Unter den geladenen Gemeinderäten der umliegenden Dörfer kam so die Idee auf, mit dieser OL-Karte als Basis eine Freizeitkarte herauszubringen. Sie alle wussten um die schlechte Übersicht im Rietenberg-Gebiet.

Aus OL-Karte wurde Freizeitkarte

Eine fünfköpfige Kommission nahm sich der Umsetzung des Projekts an. Sie legte gemeinsam fest, was alles in eine Freizeitkarte gehört: das ganze Wegnetz, alle Sehenswürdigkeiten und die Waldhütten. Einige Waldwege waren jedoch noch nicht mal benannt. «Da haben wir unsere Kreativität spielen lassen und den Wegen selber Namen gegeben», erzählt Armin Gloor, der eins der fünf Kommissionsmitglieder ist. Gestaltet wurde die Freizeitkarte von Beat Wild. «Da ich schon die OL-Karte entworfen hatte, kannte ich mich gut in dem Gebiet aus», erklärt er. Trotzdem hatte Wild noch etwa 200 Stunden Arbeit: «Ich musste alles OL-Technische herausnehmen. Wo genau es im Wald Wurzelstöcke hat, interessiert keinen normalen Wanderer.» Ausserdem hat er die Karte besser lesbar gemacht und die Farben angepasst. Für ihn sei dies die erste Freizeitkarte gewesen, deswegen lernte er viel Neues. Auch in sportlicher Hinsicht wurde er von der Freizeitkarte gefordert: «Ich bin zur Recherche alle Strecken mit dem Velo abgefahren.»

«Wir helfen der Bevölkerung»

Nachdem Wild dem Forstbetrieb Rietenberg den ersten Entwurf vorgelegt hatte, war auch Armin Gloor losgezogen: Mit den zwei älteren Dintikoner Kurt Härdi und Walter Meier, die früher viel Zeit im Wald verbrachten, streifte er durch den Forst. Sie überprüften die Richtigkeit der Angaben. Nach einigen Feinkorrekturen entstand dann die offizielle Freizeitkarte. «Ich bin sehr glücklich über die Karte. Ich denke, wir können den Leuten damit wirklich helfen», freut sich Gloor. Speziell an der Karte ist, dass auf ihr bewusst keine Gemeindegrenzen eingezeichnet sind. «Wir sind ein gemeinsamer Forstbetrieb, dies soll eine offene Karte sein», erklärt er. Die Einwohner der fünf Gemeinden Villmergen, Seengen, Hendschiken, Egliswil und Dintikon erhalten die Freizeitkarte in der ersten Zeit umsonst, später kostet sie einen Fünfliber.