Geltwil

Eine Million Franken für kleinste Freiämter Gemeinde

Der Unternehmer Franz Käppeli schenkte der Gemeinde als Privatmann an der Einweihung des sanierten und erweiterten Schulhauses eine Million Franken, um zur Pioniergemeinde in Sachen erneuerbarer Energie zu werden.

Die Geltwilerinnen und Geltwiler staunten nicht schlecht, als sie vom grosszügigen Geschenk hörten. Von diesem Geschenk können alle profitieren: Wer seinen Ölbrenner ersetzen muss oder will, kann beispielsweise die Mehrkosten für eine Erdwärmenutzung aus diesem Geschenk decken. Wer eine Photovoltaikanlage erstellen oder sein Wasser solar erwärmen will, erhält die dafür notwendige Unterstützung auch in finanzieller Form.

«Wir müssen Energie nicht nur sparen - wir müssen sie auch selbst erzeugen», sagt Franz Käppeli, Zürich, direkter Nachfahre der seit 1661 in Isenbergschwil/Geltwil ansässigen Familie Käppeli und stark mit der Gemeinde verbunden.

An der Einweihung des für 2,2 Mio. Franken sanierten und erweiterten Schulhauses erklärte Regierungsrat Urs Hofmann, Geltwil habe sich im Laufe der Zeit selbstbewusst, eigenständig und pragmatisch gezeigt. «So kann die Gemeinde auch in Zukunft erfolgreich sein.» Geltwil, mit 195 Einwohnerinnen und Einwohnern die kleinste Gemeinde im Freiamt und die fünftkleinste Gemeinde im Aargau, will ihre Selbständigkeit bewahren. «Das bedeutet, dass die Bürger Verantwortung übernehmen», betonte Hofmann. «In Geltwil machen sie das.»

Die Geltwilerinnen und Geltwiler konnten auf den Tag genau 40 Jahre nach der Eröffnung des Schulhauses dessen Renovation mit einem Dreitagefest feiern. Dazu war die ganze Region eingeladen. Es wurde, auch dank dem Engagement der Schule mit einer Zirkusprojektwoche und dank dem schönen Wetter ein voller Erfolg. (es)

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