Wohlen

Eine kleine UNO trifft sich im Sommer in «Chly Paris»

OK-Präsident Thomas Leitch neben Mary Wiederkehr-Nabbosa aus Wohlen,die am Begegnungstag ihr Heimatland Uganda vertritt. BA

OK-Präsident Thomas Leitch neben Mary Wiederkehr-Nabbosa aus Wohlen,die am Begegnungstag ihr Heimatland Uganda vertritt. BA

Der Tag der Begegnung der Kulturen am 8. Juni soll die verschiedensten Menschen zusammen bringen. Das letzte Kulturfest vor anderthalb Jahren lockte tausend Besucher an - die Organisatoren hoffen für die Neuauflage auf eine ähnliche Beteiligung.

Menschen aus 100 Nationen leben allein in Wohlen. Diese enorme kulturelle Vielfalt will die Begegnung der Kulturen am 8. Juni in Wohlen abbilden. Eine Interessengemeinschaft mit drei Frauen und sechs Männern aus dem Freiamt tritt als Organisatorin auf.

«Am letzten Kulturfest in Villmergen vor anderthalb Jahren nahmen zu unserer Überraschung tausend Besucherinnen und Besucher teil. Das wollen wir auch am Anlass in Wohlen wieder erreichen», sagt OK-Präsident, Sekundarlehrer und SP-Grossrat Thomas Leitch aus Wohlen.

Als Festort stellte die Gemeinde Wohlen den Organisatoren das noch leer stehende, grosse Jacob-Isler-Areal am Kirchenplatz zur Verfügung. Dort sollen sich die teilnehmenden Gruppen aus der Schweiz, Europa, Asien und Afrika dem Publikum mit ihren Darbietungen und dem kulinarischen Angebot zeigen können.

Erstmals mit dem Strohmuseum

Zum ersten Mal wird das Wohler Strohmuseum im Park am Begegnungstag vertreten sein. Das Museum wird am neuen Standort im Isler-Park am 5. Mai eröffnet.

Die friedliche internationale Gipfelkonferenz gleicht einer UNO im Kleinformat. So findet man die Trachtengruppen aus Wohlen und Villmergen und die Männerchorgemeinschaft Dottikon-Villmergen in direkter Nachbarschaft mit dem Spanierverein aus Wohlen und im Freiamt lebenden Menschen aus Afrika, Anatolien, Kroatien, Mexiko, Mazedonien und dem Freistaat Bayern.

Auch die Bibliothek und die Jungwacht aus Wohlen, der Jugendtreff Wohlen-Villmergen, eine aramäische Gruppe, das Café International wie auch weitere Gäste aus Argentinien, Portugal, Italien, Albanien und Sri Lanka wollen nebst dem moslemischen Verein die Chance ergreifen, im Konzert des Vielvölkerstaates Schweiz einen Beitrag zu leisten. «Die Teilnehmerliste ist noch nicht vollständig. Sie wird sicher noch erweitert», versprach Leitch.

Gemeinsame religiöse Feier

Für die Festwirtschaft ist die Kulturbeiz Wohlen zuständig. Auf dem Isler-Areal werden etwa zwanzig Marktstände aufgestellt, an denen die Gruppen ihr Angebot an die Frau und den Mann bringen können.

Unter einem «Visionenzelt» soll sich das Publikum versammeln können. Regierungsrat Urs Hofmann hat sich bereit erklärt, die Eröffnungsansprache zu halten.

Erstmals werden sich Katholiken, Protestanten, Moslems und Hindus zu einer interreligiösen Feier zusammenfinden. Diese setzt den Schlusspunkt hinter den Begegnungstag.

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