Für die letzte Hauptübung haben sich die Kameraden von Feuerwehrkommandant Magnus Döbeli etwas einfallen lassen. Döbeli übergibt das Steuer bei der Feuerwehr Sarmenstorf per 1. Januar an André Bühler.

«Das ist jetzt schon etwas emotional», meinte Döbeli auf die Frage, wie er sich an diesem Abend fühle. «Aber ich weiss, dass ich einen guten Nachfolger und ein wirklich gutes Team habe, auf das man sich immer verlassen kann.» In seiner Zeit als Kommandant habe er einiges bewegen können und besonders stolz sei er auf die beiden neuen Fahrzeuge, die am 1. August eingeweiht wurden.

«Ich konnte nicht ablehnen»

André Bühler, der Döbeli als Kommandant folgt, meinte, dass er dies eigentlich nicht in seiner Karriereplanung vorgesehen habe. «Aber als Magnus mich fragte, ob ich mir vorstellen könnte sein Nachfolger zu werden, konnte ich nicht ablehnen», fügte der 40-Jährige hinzu. Da er seit einiger Zeit quasi mitlaufe, sei der Übergang zu diesem Posten fliessend. Auch bei den Entscheidungen zu den neuen Fahrzeugen sei er eingebunden gewesen. Abschliessend sagte er: «Bestimmt warten noch einige Herausforderungen auf mich, aber insgesamt ist es ein gutes Gefühl.»

Wie der Kommandant berichtete, konnten sich das Lösch- und Mehrzweckfahrzeug bereits in zwei Einsätzen bewähren. Zudem habe die Einführung keinerlei Probleme bereitet, die Mannschaft komme gut mit den neuen Fahrzeugen zurecht, dabei sei es hilfreich, dass das TLF ein Automatikgetriebe habe. Nun konnten sich die Sarmenstorfer am Freitag anschauen, was die Fahrzeuge für Möglichkeiten bieten.

Ein realistisches Szenario

André Bühler erklärte: «Die Hauptübung soll ein möglichst realistisches Szenario zeigen. Das ist dann auch für uns selbst bei einem Einsatz hilfreich.» Und so galt es, ein brennendes Fahrzeug zu löschen und dabei auch die «Schaulustigen» freundlich, aber bestimmt, etwas auf Abstand zu halten. Beim Löschen kamen Schaum und Wasser zum Einsatz. Schaum sei besonders effektiv, so Bühler. Bei Pulver sei das Problem, dass sich dieses nachher überall befinde.

Damit Magnus Döbeli diese letzte Hauptübung als Kommandant in guter Erinnerung bleibe, hatten sich die Kameraden etwas überlegt, erklärte Rainer Melliger. Das neue Tanklöschfahrzeug sei zwar eingeweiht, aber noch nicht getauft und da Magnus Döbeli nicht nur Kommandant, sondern auch der Seelsorger der Feuerwehr sei, solle er nun die Taufe vornehmen. Sichtlich gerührt übernahm Döbeli die Aufgabe und taufte das Fahrzeug mit Wasser und Sand auf den Namen «Schwinger».