Zufikon

«Eine Bahnschranke würde den Schleichverkehr verstärken»

Strittige Frage: Bringt eine Barriere bei der Lichtsignalanlage Bibenlos mehr Sicherheit oder bloss mehr Staus und mehr Schleichverkehr?

Strittige Frage: Bringt eine Barriere bei der Lichtsignalanlage Bibenlos mehr Sicherheit oder bloss mehr Staus und mehr Schleichverkehr?

Die Interessengemeinschaft Verkehrsberuhigung Zufikon (IGVZ) spricht sich klar gegen die geplante Barriere beim Bibenlos-Knoten aus.

Die BDWM hat auf den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts reagiert. Kürzlich leitete das Bahnunternehmen ein Plangenehmigungsverfahren ein für den Einbau von Halbschranken auf der Mutschellenkreuzung, auf der Bibenloskreuzung in Bremgarten und in Rudolfstetten. Diese drei Bahnübergänge sollen in einigen Monaten mit Barrieren ausgestattet werden.

«Sogwirkung nimmt zu»

Die Interessengemeinschaft Verkehrsberuhigung Zufikon (IGVZ) goutiert die Barrieren-Pläne beim Übergang Bibenlos Bremgarten/Zufikerstrasse nicht. «Dadurch würde die Sogwirkung noch zunehmen, die Zufikon schon heute auf den auswärtigen Autoverkehr ausübt», sagte IGVZ-Sprecher Alois Felder. Der leidige Schleichverkehr werde zulegen, noch mehr Autofahrer würden den vermeintlich kürzeren Weg über die Zufiker Dorfstrassen einschlagen. «Das kann es nicht sein», so Felder, «denn die Anwohner Zufikons leiden schon heute unter dem starken Durchgangsverkehr.» Mehr als 35% des Dorf-Verkehrs sei nicht hausgemacht, sondern werde durch Schleichverkehr verursacht. Zudem hemme eine Barriere den Verkehrsfluss und löse Zusatzstaus auf den Strassen aus.

«Widen ein gutes Beispiel»

Hauptanliegen der Interessengemeinschaft ist es, den Durchgangsverkehr auf den diversen Ortsstrassen wie Unterdorf-, Schul- oder Stiefelstrasse deutlich zu verringern. Stattdessen soll der Verkehr aufs Kantonsstrassennetz aussen um Zufikon herum gelenkt werden.

IGVZ-Sprecher Alois Felder schlägt vor, in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat eine breit abgestützte Arbeitsgruppe einzusetzen, die sich dem Thema «Verkehrsentlastung im Dorf» widmet. Seiner Ansicht nach gelingt es den umliegenden Gemeinden viel besser, ihre Anwohner vor dem unliebsamen auswärtigen Autoverkehr zu schützen. Ein gutes Beispiel sei Widen. «Auswärtige dürfen die Bremgarterstrasse in Widen nur zu bestimmten Zeiten befahren. Eine derartige zeitliche Beschränkung des Fremdverkehrs auf unserem Ortsstrassenverbindungen würde einiges bringen.»

Laut Zufikons Gemeindeschreiber Felix Etterlin wird sich der Gemeinderat an der Sitzung vom nächsten Montag mit der Problematik «Barrierenprojekt Bibenlos» befassen. Im Übrigen sei es nicht eben einfach, zeitliche Beschränkungen bei den Zufiker Zufahrtsstrassen einzuführen und diese dann auch zu kontrollieren, um Fehlbare zu büssen.

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