Oberlunkhofen

Eine aufwendige Testplanung im Kellerämter Dorf soll es richten

Umfassende Planung für die Andermatt-Wiese in der Absicht, dass in fünf Jahren Bautaten sichtbar sind.sl

Umfassende Planung für die Andermatt-Wiese in der Absicht, dass in fünf Jahren Bautaten sichtbar sind.sl

Der Gemeinderat Oberlunkhofen hat ein grosses Planverfahren lanciert. Er erwartet spannende Lösungsvorschläge zur Bebauung der Andermatt-Wiese bei der Zürcherstrasse mitten im Dorf.

Seit bald zehn Jahren werden mögliche Überbauungslösungen auf dem Andermatt-Gelände in Oberlunkhofen diskutiert. Auf dem 111 Aren umfassenden Land im Dorfkern, das zu einem schönen Teil der Gemeinde gehört, sind mehrere Nutzungen vorgesehen.

Das fraglos wichtigste Vorhaben stellt das Projekt «Wohnen im Alter» auf der Gemeindeparzelle 323 dar. 30 Mietwohnungen und 10 bis 15 Pflegeplätze sind hier geplant.

In Form einer Testplanung wird jetzt versucht, die verschiedenen Interessen der Landbesitzer und Bauinteressenten unter einen Hut zu bringen. Die Testplanung soll den Weg zur späteren Gesamtüberbauung der grossen Fläche freimachen.

45 Planer verlangten Unterlagen

Kürzlich startete der Gemeinderat die Vorausscheidung für die Testplanung, die sogenannte Präqualifikation. Das Interesse ist gross, 45 Planer und Planerteams verlangten die Bewerbungsunterlagen. Wie viele der 45 tatsächlich mittun wollen, wird sich in einer Woche zeigen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 12. April.

Aus den eingetroffenen Bewerbungen wird eine vom Gemeinderat eingesetzte Arbeitsgruppe drei Planerteams für die Testplanung auswählen. Den drei Teams winken anspruchsvolle Aufgaben.

Sie sollen Gestaltungsvorschläge präsentieren, ein städtebauliches Konzept vorlegen, Fragen der Innerschliessung, der Freiflächen und der Anordnung der Neubauten beantworten. Die Entschädigung ist bescheiden. Je 25'000 Franken erhalten die drei Teams für ihre Planungsberichte samt Gipsmodellen.

Entscheidung im Dezember

In rund neun Monaten, im Dezember, wird die Arbeitsgruppe die drei Testplanungsberichte beurteilen. Der sechsköpfigen Arbeitsgruppe gehören drei Oberlunkhofer an, Gemeindeammann Karl Grossen, Gemeindeschreiber Erwin Eichenberger und Ingenieur Thomas Hagenbuch, dazu Teo Rigas vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt, der Raumplaner Renato Costamagna sowie Architekt Philipp Husistein.

Abgestützt auf eine oder möglicherweise zwei der eingereichten Testplanungsberichte soll dann die Gesamtplanung vorangetrieben werden. «Weitere Schritte wie die Durchführung eines Wettbewerbs sind noch nicht terminiert», erläutert Gemeindeschreiber Erwin Eichenberger auf Anfrage.

Offen sei auch, ob man anhand der Testplanungsergebnisse nicht auch die Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde werde anpassen müssen. Die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Oberlunkhofen ist ohnehin im Gang.

Sobald die ersten Planungsschritte fixiert sind, kann endlich die Wohnbaugenossenschaft gegründet werden, um auf dem Andermatt-Areal das Projekt «Wohnen im Alter» zu realisieren.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1