Waldhäusern

Einbrecher auf frischer Tat ertappt: «Er schlug mir 'fadegrad' ins Gesicht»

Dieser Faustschlag hat gesessen

Dieser Faustschlag hat gesessen

Marcel Kuhn aus Waldhäusern wurde von einem Einbrecher überrascht und spitalreif geschlagen. Diese Nacht wird er so schnell nicht mehr vergessen.

Ein Bewohner aus Waldhäusern wurde in der Nacht auf Sonntag von einem Einbrecher überrascht und spitalreif geschlagen. Die Polizei hält die gewalttätige Attacke für ungewöhnlich.

Das 900-Seelendorf Waldhäusern ist ein beschaulicher Flecken. So beschaulich, dass selbst in der Nacht viele Fenster und Türen unverschlossen bleiben. Doch genau das sollte einem Bewohner zum Verhängnis werden.

Die Geräusche, die Marcel Kuhn gegen 2.30 Uhr in der Nacht auf Sonntag hörte, wirkten für ihn erst nicht verdächtig. «Am Wochenende kommen manchmal unsere drei Jugendlichen nach Hause – das ist nichts aussergewöhnliches», erklärt er gegenüber Tele M1.

Als die Geräusche jedoch nicht abbrachen, wurde er misstrauisch und wollte sich selbst ein Bild der Lage verschaffen. Im Keller dann der Schock: Ein unbekannter Mann durchsuchte fahrig alle Schränke und Schubladen. 

Nicht nur körperliche Wunden

Beide Männer seien erst zwei Schritte aufeinander zugegangen, als der Einbrecher Kuhn plötzlich mit der Faust traktiert. «Er schlug mir 'fadegrad' ins Gesicht». Der Eindringling ergriff daraufhin mit einer Beute im Wert von 2500 Franken die Flucht. Der Landwirt blieb mit einem gebrochenen Jochbein zurück und konnte das Spital erst drei Tage später wieder verlassen.

Doch nicht nur die körperlichen Wunden machen Kuhn zu schaffen: «Ich muss jetzt sehen, wie ich diese Horrornacht verkraften kann», sagt er gegenüber Tele M1. Er überlegt sich, ein Care-Team, das Notfallseelsorge an Opfer leistet, zu Hilfe zu ziehen. 

Dass Einbrecher auf Bewohner losgehen, kommt laut Barbara Breitschmid, Mediensprecherin der Aargauer Kantonspolizei, äusserst selten vor. «Grundsätzlich sucht der Einbrecher nicht die Konfrontation mit den Bewohnern, sondern will - sobald er entdeckt wird - so schnell wie möglich flüchten.» Da aber die räumlichen Verhältnisse in Kuhns Keller eher eng seien, sei der Straftäter nicht an ihm vorbeigekommen und dürfte ihn deshalb attackiert haben.

Der Einbrecher ist immer noch auf der Flucht. (sme)

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