Die Kommunalwahlen in den 42 Gemeinden im Freiamt konnten bereits am 24. September weitgehend unter Dach und Fach gebracht werden. Offen sind noch das Gemeindeammannamt in Bettwil sowie je ein Gemeinderatssitz in Dietwil und Arni.

Eine Stimme hat gefehlt

In Bettwil verpasste im ersten Wahlgang Peter Keusch (SVP), der neu als Gemeinderat und gleichzeitig als Gemeindeammann kandidierte, das Amt um nur eine Stimme. Er hatte gegen den bisherigen Gemeinderat Kurt Brunner kandidiert, der aber auch als Gemeinderat nicht mehr gewählt wurde.

Jetzt haben die Stimmberechtigten die Wahl zwischen Keusch und der bisherigen Gemeinderätin Astrid Mock, die sich entschlossen hat, im zweiten Wahlgang als Gemeindeammann anzutreten. Sie hatte als Gemeinderätin im ersten Wahlgang mit 243 die höchste Stimmenzahl aller Gewählten auf sich vereinigt.

In Dietwil treten Gino Pecoraro (bisher) und Theodor Kern (neu) zum zweiten Wahlgang in den Gemeinderat an. Im ersten Wahlgang machte Pecoraro, der erst auf eine erneute Kandidatur verzichten wollte, dann aber doch wieder angetreten ist, 90 Stimmen, der neu antretende Kern jedoch 155.

Auch in Arni gibt es eine Kampfwahl. Für den noch offenen Sitz im Gemeinderat kandidieren Roland Basler, parteilos, Werner Stutz, parteilos und Gregor Widmer, parteilos).

Oase als emotionales Thema

Um ein emotionales Thema geht es am Wochenende in Wohlen. Abgestimmt wird über die Initiative «Oase Isler-Areal». Das Areal, auf dem bis in die 90er-Jahre Produktionsgebäude der Wohler Stroh-Dynastien gestanden haben, liegt seit vielen Jahren brach. 2001 hat es die Gemeinde gekauft in der Absicht, dort selber eine Überbauung zu lancieren oder das Grundstück an einen Investor zu veräussern.

2008 wurde eine erste Initiative für einen Park an der Urne verworfen. Mittlerweile existiert ein rechtskräftiger Überbauungsplan. Die Initianten möchten nun erreichen, dass das Jacob Isler-Areal der Öffentlichkeit als Park dient und mindestens die nächsten 10 Jahre weder überbaut noch verkauft werden kann.

Weiter ist am Wochenende in Wohlen ein neues Gemeindeparlament zu wählen. Für den Einwohnerrat kandidieren 96 Frauen und Männer aus sieben Parteien oder Gruppen. Ebenfalls abgestimmt werden muss über das Budget für das Jahr 2018.