Aufmerksame Wohlerinnen und Wohler dürften in diesen Tagen nicht schlecht staunen. Sie werden beim Studieren der Wahlunterlagen für die kommenden Einwohnerratswahlen der Gemeinde Wohlen vom 24. November feststellen, dass sich auf der «Liste 04» ein Fehler in Form eines überflüssigen Buchstabens eingeschlichen hat. Statt «FDP Die Liberalen» heisst es dort nämlich «FDP Die Lieberalen».

«Einfach so reingerutscht»

Den Irrtum nimmt Heribert Galli, Leiter des Wahlbüros der Gemeinde Wohlen, auf seine Kappe: «Da ist mir tatsächlich ein Fehler unterlaufen», sagt er. Natürlich handle es sich dabei nicht um einen Seitenhieb an die FDP, «das ist einfach so reingerutscht». Die Listen mit den Einwohnerratskandidaten der einzelnen Parteien habe er wohl rund zehn Mal versandt.

«Überall waren die ‹Liberalen› korrekt geschrieben – das habe ich nachgeprüft – ausser eben gerade auf der amtlichen Wahlliste», sagt Galli. «Die Parteien erhalten die Listen jeweils zur Begutachtung und Korrektur», sagt Galli. Dabei habe die FDP, wie auch die anderen Parteien, um Details gefeilscht. «Das überflüssige ‹e› ist aber offenbar auch der Partei selber nicht aufgefallen.»

Reaktionen hat Galli auf den Schreibfehler bisher noch keine erhalten. Allerdings hätten auch noch nicht alle Wohlerinnen und Wohler die Wahlunterlagen bekommen. Das könne noch bis morgen Freitag andauern. «Die Liste ist aber trotz dieses Fehlers gültig», erläutert Galli.

FDP nimmts mit Humor

Konrad Gfeller, Präsident der FDP Wohlen, wird von der az auf den Fehler aufmerksam gemacht, der ihm zuvor gar nicht aufgefallen war. «Natürlich ist das unglücklich, aber was soll ich jetzt machen? Die Leute wissen ja trotzdem, wer wir sind», sagt Gfeller. Er sieht die Sache nicht so eng und nimmt es mit Humor: «Sie sehen, auch die FDP kann einmal für etwas Auflockerung sorgen.»

Wie es zum Druckfehler habe kommen können, kann Gfeller nicht sagen. «Im Wahlvorschlag habe ich ‹Die Liberalen› definitiv fehlerfrei geschrieben», so Gfeller. Abklärungen in seiner Partei hätten zudem ergeben, dass auch das Gut zum Druck ohne den Fehler an die Gemeinde zurückgegangen sei.