Zufikon
Ein verstricktes Verwechslungsspiel sorgte für viele Lacher

Die Premiere des Theaterstücks «Jesses Gott Herr Pfarrer» lockte 150 Zuschauer in die Mehrzweckhalle. Das Lustspiel mit viel Verwechslungskomik wurde von zehn Spielenden des Laientheaters unter der Regie von Evelyne Brader aufgeführt.

anina Gepp
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Weil er einfach nicht nein sagen kann, bietet der Pfarrer allen seine Hilfe an
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Laientheater Zufikon mit «Jesses Gott Herr Pfarrer»
Gemeinsam überlegen sie sich, wer die Mutter des Findelkinds sein könnte
Eine Schwangere (Nina Peter) taucht plötzlich auf
Der Polizistin wird das Treiben im Pfarrhaus zu bunt
Die Pfarrköchin (Rosmarie Tellenbach) und der Pfarrer (Steven Kober) kümmern sich um das Findelkind
Der Gauner (Bruno Widmer) nimmt den Pfarrer (Steven Kober) als Geisel und die Haushälterin (Rosmarie Tellenbach) ist entsetzt
Der Pfarrer hilft im Dorf wo er kann
Der falsche Pfarrer (links) und der richtige Pfarrer (rechts) betaunen das Findelkind

Weil er einfach nicht nein sagen kann, bietet der Pfarrer allen seine Hilfe an

Anina Gepp

Das Stück erzählt die Geschichte eines jungen Pfarrers (Steven Kober), der so gar nicht in die altbackene katholische Kirchgemeinde des Dorfes passen will. Statt Leinenhosen trägt er Jeans, im Gottesdienst wird nur noch Gospelmusik gespielt und in der Freizeit frisiert er mit einem Teenager dessen Töffli. Die Einzige, die trotz allen Eskapaden des Pfarrers zu ihm hält, ist die Pfarrköchin (Rosmarie Tellenbach).

Unerwartete Gäste im Pfarrhaus

Als wäre der Pfarrer nicht schon Dorfgespräch genug, kommt er noch mehr in Bedrängnis, als ein gesuchter Verbrecher auf der Flucht (Bruno Widmer) vor der Polizei an der Pfarrhaustür klingelt. Er bittet den Pfarrer um Kirchenschutz und nimmt ihn kurzerhand als Geisel. Gutmütig wie er ist, nimmt der Pfarrer den Gauner bei sich auf. Dem unerwünschten Eindringling wird es sogar erlaubt, sich in das Messegewand des Pfarrers zu kleiden, um sich so als Kollege des Geistlichen ausgeben zu können.

Der Verbrecher sollte aber nicht der Einzige bleiben, der im Verlauf des Stücks den Weg ins Pfarrhaus findet. Noch am selben Abend wird vor der Tür ein Baby ausgesetzt, dessen Mutter spurlos verschwunden ist. Der Pfarrer bringt es nicht übers Herz, zur Polizei zu gehen und will sich eigenständig auf die Suche nach dem ausgesetzten «Eveli» machen.

Schwangere und Kommissarin

Als auch noch eine Schwangere auftaucht, die kurz vor ihrer Entbindung steht, ist das Chaos perfekt. Dem Pfarrer wird klar, dass er ziemlich in der Klemme steckt. Der Besuch der Kommissarin von der Kriminalpolizei stellt alle vor ein weiteres grosses Problem: Frau Schlosser, die Polizistin, wittert den Braten und die Lügen, in die sich alle Beteiligten verstrickt haben, drohen aufzufliegen.

Textpatzer rasch verziehen

Den Zuschauern wurde in der
Zufiker Mehrzweckhalle mehr als zwei Stunden lange beste Unterhaltung geboten. Die temporeichen, witzigen Dialoge sorgen für Abwechslung, die Geschichte für viele Überraschungen. Die Leistung der Laienschauspieler überzeugte das Publikum auf ganzer Linie und so verzieh es den Spielenden auch die wenigen Textpatzer schnell wieder.

Weitere Aufführungen des Stücks «Jesses Gott Herr Pfarrer» finden am kommenden Freitag, 15. März, und am Samstag, 16. März, jeweils um 20.15 Uhr in der Mehrzweckhalle Zufikon statt.

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