Letztes Jahr reichte die Interessengemeinschaft Oase Isler-Areal die Volksinitiative «Das Isler-Areal dem Volk» ein. «Das ist ein erreichtes Teilziel für uns», erklärten die Aktivisten, die sich für den Schutz des Areales einsetzen. Doch im Hinblick auf die kommende Abstimmung möchte sich die Interessengemeinschaft verändern: «Wir waren immer eine lose Gruppe bestehend aus Aktivisten und Mitinteressenten. Um die Initiative zu unterstützen, werden wir uns verbindlicher organisieren», teilt Henri Suter mit.

Beibehalten der Biodiversität

Verbindlicher organisieren bedeutet, dass aus der Interessengemeinschaft Oase Isler-Areal nun der Verein Oase Isler-Areal wird. Letzte Woche fand die Gründungsversammlung des neuen Vereines statt, bei der Suter und Annalise Steiner zu Co-Präsidenten gewählt wurden. Unter dem Motto «Wir schaffen das!» legten die Gründungsmitglieder die Vereinstatuten fest. Christa Glauser von Birdlife Schweiz hielt einen Vortrag über Biodiversität im Siedlungsgebiet. Diese solle, mithilfe der Volksinitiative, beibehalten werden.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Wohlens werden darüber entscheiden, ob das Jacob Isler-Areal für die Bevölkerung frei zugänglich und die vorgesehene Gesamtüberbauung gemäss Gestaltungsplan um zehn Jahre hinausgezögert wird. «Der Bauboom in Wohlen ist in vollem Gange. Dies hat da seine Grenzen, wo letztlich kaum mehr allgemein zugänglicher Begegnungs-und Erholungsraum übrig bleibt», äussert sich Henri Suter. Deshalb sei es die Absicht der Interessengemeinschaft und nun die des Vereines, die schönste Grünzone im Dorf möglichst lange offen zu halten. (AZ)