Hägglingen

Ein Tribut an die gute alte Zeit

Die Sponsoren rund um «Maien-grün»-Wirt Roland Lämmli (Mitte) freuen sich über den neu eingeweihten Spielplatz.

Die Sponsoren rund um «Maien-grün»-Wirt Roland Lämmli (Mitte) freuen sich über den neu eingeweihten Spielplatz.

Der alte Spielplatz war morsch, «Maiengrün»-Pächter Roland Lämmli bat um Hilfe. Und er bekam sie: Am Samstag konnte das neue kleine Kinderparadies eingeweiht werden.

«Der alte Spielplatz war allen ein Dorn im Auge, aber ich wusste nicht, wie ich einen neuen finanzieren sollte», erinnert sich Markus Lämmli, der am 6. März 2015 das Restaurant Maiengrün übernommen hat. Verzweifelt wandte er sich an die Aargauer Zeitung, die im Juli 2015 seine Lage schilderte. Dann nahm die Erfolgsgeschichte ihren Lauf: «Zwei Tage später erhielt ich einen Anruf von Sepp Portmann, Verwaltungsratspräsident der Huwiler & Portmann AG in Niederwil. Er stellte mir einen Polier und einen Lehrling zur Verfügung, die den alten Spielplatz abreissen und den neuen aufbauen würden», erinnert sich Lämmli. Portmann war begeistert: «Ich habe selber fünf Grosskinder und finde es wunderbar hier, da steuere ich doch gern etwas bei.»

Spontane Gäste werden Sponsoren

Doch die liebe Geste war noch längst nicht alles, was Lämmli an Glück widerfuhr: «An einem Dienstag, als das Restaurant geschlossen war, kamen zwei Spaziergänger herauf. Ich arbeitete gerade draussen, machte ihnen einen Kaffee, und wir plauderten ein Stündchen», erinnert er sich. Das Paar waren die Villmerger Silvia und Markus Meier, die den Ort schon als Kinder gekannt hatten und auch mit ihren eigenen Kindern oft hier gewesen sind. «Wir fanden es schade, dass der Spielplatz so verlotterte», so Silvia Meier. «Ich rief sofort meine Familie an, und zu seinem 90. Geburtstag beschloss mein Vater, Kurt Geissmann, ebenfalls einen grossen Batzen an den Spielplatz zu zahlen. So können wir etwas zurückgeben an einen Ort, der uns selber viel bedeutet.» Zusammen mit einem Zustupf von Lämmli und Portmann kamen 40 000 Franken zusammen für stabile neue Spielgeräte unter dem Turm.

Auch Marcel Geissmann, der Nachfahre von Johann Huber, der 1913 hier den ersten Aussichtsturm aufgestellt hat und zudem für den Bau des heutigen Turms von 1936 verantwortlich war, ist sehr glücklich über den neuen Spielplatz. Am meisten aber freuen sich natürlich die Kinder darüber.

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