Mutschellen-Bremgarten-Wohlen
Ein rotes Herz soll den Ferienpass für alle zugänglich machen

130 Freizeitangebote umfasst das Ferienpassprogramm 2014 der Region Mutschellen-Bremgarten-Wohlen. Neu ist: Ein rotes Herz auf dem Programm kennzeichnet neu auch Kurse für Kinder mit Handicap, sprich geistiger oder körperlicher Beinträchtigung.

Lukas Schumacher
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Ein Evergreen des Ferienpasses: Besuch einer Backstube. Ar/Chiv/AW

Ein Evergreen des Ferienpasses: Besuch einer Backstube. Ar/Chiv/AW

130 Freizeitangebote umfasst das Ferienpassprogramm 2014 der Region Mutschellen-Bremgarten-Wohlen. 24 Kurse sind mit einem kleinen roten Herz gekennzeichnet, genauso 14 Zusatzangebote wie Minigolf und Freibadbesuche. Ein rotes Herz findet sich selbstverständlich auch beim offerierten Grundangebot des Ferienpasses, einem regionalen Generalabo für Züge und Busse sowie Schifffahrten auf dem Hallwilersee.

Bemerkenswerte Neuerung

Das rote Herz bedeutet, dass auch Kinder mit einer geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigung an diesen Kursen teilnehmen können. Zum Beispiel beim Basteln eines Traumfängers, beim Anfertigen eines CD-Ständers in Form eines Igels, beim Herstellen eines Hexentranks, beim Grillieren und Biken im Dirt Park oder beim Besichtigen des Spittelturms Bremgarten.

Fünf Ferienpasswochen für die Erst- bis Neuntklässler

Den regionalen Ferienpass zum Preis von 30 Franken können Kinder und Jugendliche von der ersten Schulklasse (ab Geburtsdatum 30. April 2006) bis und mit neunter Klasse lösen. Der Pass mit dem regionalen Generalabo, vielen Zusatzangeboten und dem umfangreichen Kursangebot gilt vom 5. Juli bis zum 10. August.

Jährlich lösen rund 600 Schülerinnen und Schüler den Pass. Blick auf die Ferienpasshitparade 2013: Am höchsten im Kurs stand das Schnuppertauchen, gefolgt vom Pferdekurs «Pflegen, führen, reiten», dem Kinderkino und dem Luftgewehrschiessen. (sl)

Die bemerkenswerte Idee, erstmals auch Kindern mit Handicap eine Teilnahme an Ferienpasskursen zu ermöglichen, stammt von Heike Knemeyer (Uezwil). Knemeyer, die dem neunköpfigen Ferienpass-Organisationsteam angehört, sprach vor einigen Monaten mehrere Kursleiterinnen und -leiter auf den Integrationsgedanken an. Das äusserst positive Echo brachte den Stein ins Rollen. Es verleitete Heike Knemeyer und das ganze OK-Team, den Ferienpasszugang zu lockern, insbesondere für Kinder und Jugendliche, die eine Heilpädagogische Schule besuchen.

«Spannendes Versuchsjahr»

Heike Knemeyer ist sehr gespannt auf die Ferienpasskurse mit Herz. «Ob die Kurse Anklang finden und welche Erfahrungen die Beteiligten machen, wird sich dann weisen», führt Knemeyer aus. Nach dem Versuchsjahr werde Bilanz gezogen. Ziel sei es, gemeinsame Kurse auch in die Ferienpässe der nächsten Jahre einzubauen.

Bei einigen Ferienpasskursen mit Herz – siehe www.fepa.ch – sollten Eltern oder Betreuungspersonen anwesend sein. «Das Ferienpassteam selber verfügt leider nicht über geeignetes geschultes Personal», merkt Heike Knemeyer an, «Betreuungspersonen können ihre Schützlingen bei Bedarf unterstützen und so die Kursleiterinnen und -leiter entlasten.» Als Entscheidungshilfe für die Eltern und Betreuungspersonen sind in den Ausschreibungen der gemeinsamen Ferienpasskurse Anforderungsmerkmale für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen aufgeführt.

Heike Knemeyer wird im Sommer wertvolle eigene Erfahrungen sammeln. Sie leitet fünf Kurse des Ferienpasses 2014 der Region Mutschellen-Bremgarten-Wohlen, darunter zwei Kurse mit Herz.