Rudolfstetten-Friedlisberg

Ein Quartier mit bis zu 450 Einwohnern entsteht

Ein neues Quartier: Areal Isleren (rot umrandet) in Rudolfstetten. Visualisierung: pd

Ein neues Quartier: Areal Isleren (rot umrandet) in Rudolfstetten. Visualisierung: pd

Planung für die Bebauung der 2 Hektaren Land auf dem Areal Isleren in Rudolfstetten-Friedlisberg liegt auf.

Die Schrebergartenanlage ist verschwunden und der Fussballplatz des FC Mutschellen stillgelegt. Die rund zwei Hektaren Land auf dem Areal Isleren in Rudolfstetten-Friedlisberg bestehen aus einer Wiesen- und Ackerfläche und werden zurzeit landwirtschaftlich genutzt.

Das idyllisch am Waldrand gelegene Gebiet soll in den nächsten Jahren etappenweise überbaut werden – vorgesehen ist ein neues Quartier mit bis zu 450 Einwohnern.

Wohnangebot von hoher städtebaulicher Qualität

ür die Arealentwicklung wurde vorgängig zum geforderten Gestaltungsplan – der zusammen mit der Teiländerung der Bau- und Nutzungsordnung noch bis am 20. November im Gemeindehaus öffentlich aufliegt – ein Nutzungs- und Bebauungskonzept erarbeitet.

Anschliessend wurde ein Studienauftrag durchgeführt, auf dem das Richtprojekt basiert. Ziel ist die Realisierung eines nachhaltigen Wohnquartiers von hoher städtebaulicher Qualität, das sich durch besondere Freiraumqualitäten auszeichnet und die Bedürfnisse einer vielfältigen Bewohnerstruktur abdeckt.

Durch die Verflechtung mit den angrenzenden Quartieren und dem Wald entsteht ein Quartier mit eigener Identität, das Raum für verschiedene Nutzer- und Altersgruppen schafft und so einen Mehrwert für die ganze Gemeinde bietet. Gleichzeitig wird die Siedlungsentwicklung nach innen gelenkt und baulich eine qualitativ hochwertige Verdichtung in unmittelbarer Nähe des Mutschellenknotens mit bestehendem Bahnanschluss und Einkaufsmöglichkeiten realisiert.

Bei der Gestaltungsplanung geht es unter anderem um die Auslotung einer verträglichen Dichte für das Wohnquartier und die gute Einordnung in die bauliche und landschaftliche Umgebung. So bilden ein achtstöckiger Solitärbau vor der Waldkulisse im Westen sowie sechs in Nord-Süd-Richtung verlaufende Häuserzeilen die Wohnsiedlung.

Die drei- bis sechsgeschossigen Zeilen sind in der Höhe gestaffelt und bestehen aus zwei oder drei leicht abgeknickten Segmenten. Dadurch wirkt die Bebauung aufgelockert. Jeweils zwei Gebäude begrenzen einen Erschliessungsraum. Diesen autofreien Wohninseln werden separate Autoeinstellhallen zugeordnet.

Gemeinde investiert in die Infrastrukturanlagen

Vermag die Infrastruktur (Wasser, Abwasser, Elektroversorgung) das neue Quartier mit bis zu 450 Einwohnern verkraften? Mit dieser Frage wandte sich die AZ an Gemeindeammann Josef Brem, der erklärte: «Von der Oberen Dorfstrasse her wird eine Abwasserleitung mit Trennsystem gebaut.

Die Gemeindeversammlung hat 2018 einen Kredit von 3,75 Millionen Franken bewilligt. Im selben Graben wird die Elektra neue Leitungen verlegen, während das bestehende Wasserleitungsnetz für die neuen Anschlüsse ausreichen wird.»

Wie der Gemeindeammann weiter erwähnte, sei eine etappierte Bauweise vorgesehen, sodass auch die Schulraumplanung entsprechend angepasst werden kann. Zur Überbauung als solche meinte Josef Brem: «Die Landfläche von rund zwei Hektaren, auf der die Bebauung geplant ist, gehört zwar der Einwohnergemeinde Rudolfstetten-Friedlisberg, aber in der ersten Phase wird die öffentliche Hand nicht selber als Bauherrschaft in Erscheinung treten. Wie es zu einem späteren Zeitpunkt aussieht, wird sich weisen.»

Heute Mittwoch öffentliche Information für die Bevölkerung

Parallel zur kantonalen Vorprüfung lädt der Gemeinderat die Bevölkerung zur Mitwirkung ein. Das Mitwirkungsverfahren dient der frühzeitigen Information über das Planungsvorhaben. Das Auflageverfahren mit Einwendungsmöglichkeit findet später statt und wird separat durchgeführt.

Heute Mittwoch findet um 19.30 Uhr im Mehrzweckraum Rudolfstetten eine öffentliche Informationsveranstaltung statt mit Beantwortung von Fragen durch Planer und Gemeindebehörden.

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