Wohlen
Ein Paradies für Jäger und Sammler – das ist die Hagewo

Die Hagewo liess die Besucher mit zahlreichen Eindrücken und noch mehr Werbegeschenken zurück. Nirgends lassen sich unsere urrevolutionären Veranlagungen als Jäger und Sammler so präzise nachweisen wie an Gewerbeausstellungen.

Patrick Züst
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Hagewo 2015
27 Bilder
Diese jungen Hagewo-Besucher freuen sich, mal selber anpacken zu dürfen.
Arto, Sandro und Louis (von links) sind vor allem wegen der vielen Werbegeschenke an der Hagewo.
Auch für Speis und Trank sollte gesorgt sein. Besonders die italienischen Restaurants erfreuten sich grosser Beliebtheit.
Wo sonst geturnt wird, wurde vergangenes Wochenende geworben
Primarschüler am Stand
Strampeln für den ganz grossen Gewinn am Stand der Aargauischen Kantonalbank
Ob Glücksrad oder Riesenrad
Noch ein letztes Stossgebet
Noch ein letztes Stossgebet
Mediales Interesse an der Hagewo
ibw Energie schenkte an ihrem Stand alkoholfreie Drinks aus
Er will hoch hinaus
Diese jungen Hagewo-Besucher freuen sich, mal selber anpacken zu dr++fen
Die Verbindung von Innovation und Tradition
Die Hagewo ist eine Mischung zwischen Gewerbeausstellung und Volksfest
Die Ambulanz darf nicht fehlen.
Die Verbindung von Innovation und Tradition
Beim Nostalgie-Karussell verzichtete man sowohl beim Antrieb als auch bei der Musik auf jegliche Elektronik
Auch für Speis und Trank sollte gesorgt sein
Die Gewerbeausstellung fand auch dieses Jahr wieder bei perfektem Wetter statt
Arto, Sandro und Louis (von links) sind vor allem wegen den vielen Werbegeschenken an der Hagewo
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An der Gewerbeausstellung durften Schneiderinnen und Schneider in einer Modeshow ihre eigene Kollektion pr+ñsentieren-3
An der Gewerbeausstellung durften Schneiderinnen und Schneider in einer Modeshow ihre eigene Kollektion pr+ñsentieren
Am Stand des Kreisspitals Muri
An der Gewerbeausstellung durften Schneiderinnen und Schneider in einer Modeshow ihre eigene Kollektion pr+ñsentieren-2

Hagewo 2015

Patrick Züst

Louis, Sandro und Arto stehen vor einem Stand für Hörgeräte. Dass es noch einige Jahrzehnte dauern wird, bis dieses Thema für die drei Primarschüler aktuell wird, stört sie keineswegs. Sie sind sowieso nur wegen der Süssigkeiten dort. Weisse Phonak-Bonbons mit Melonengeschmack. Viel zu süss.

Sie nehmen je eine Handvoll, werfen sie in die roten Plastiksäcke, hetzen dann weiter durch die Gewerbeausstellung. Dass die Ballone an ihren Handgelenken dabei immer wieder mit anderen Messebesuchern kollidieren, merken sie nicht. Oder es stört sie zumindest nicht sonderlich. Schliesslich haben sie schon ihr nächstes Ziel vor Augen. Dort vorne gibt es Schleckstängel!

Nirgends lassen sich unsere urrevolutionären Veranlagungen als Jäger und Sammler so präzise nachweisen wie an Gewerbeausstellungen. Auch an der Hagewo dominierten vergangenes Wochenende wieder Werbegeschenke, kostenlosen Häppchen und unzählige Wettbewerbe das Ausstellungsgelände bei der Sportanlage Hofmatten.

Musik umrahmt das Handwerk

Die Hagewo 2015 war jedoch nicht nur als Gewerbemesse, sondern auch als Wohler Volksfest konzipiert. Dafür wurden zahlreiche Bars und Beizen auf dem Merkur-Areal angesiedelt, welche den Besuchern eine kulinarische Weltreise ermöglichten. Vor allem italienische Restaurants waren dabei sehr beliebt. Zahlreiche Zuschauer wurden zudem mit der Modeshow im Chappelehof und dem Auftritt des grössten Ad-hoc-Orchesters des Landes – ein Rekordversuch des Musikvereins – angelockt.

Die Musikschule organisierte dazu zusammen mit dem Musikverein einen Workshop für jung und alt. Das Resultat wurde an der Hagewo vor dem Gemeindehaus präsentiert, wo nebst weiterer Prominenz auch Ständerätin Pascal Bruderer das Resultat begutachtete und sich beeindruckt zeigte.

Ergänzt wurde dieses Rahmenprogramm abends mit Auftritten von lokalen Bands und DJs.

Nach der erfolgreichen Hagewo vor fünf Jahren fanden auch am vergangenen Wochenende wieder tausende Besucher den Weg auf das Messegelände. Besonders am Samstagnachmittag gab es teilweise fast kein Durchkommen mehr. Während die Ausstellung für viele Familien einen gemütlichen Tagesausflug darstellte, verbrachten Louis, Sandro und Arto fast ihr ganzes Wochenende auf dem Messegelände.

Für sie war es ein grosser Abenteuerspielplatz. An einzelne Firmen konnten sie sich zwar nicht erinnern, dafür wussten sie am Schluss in- und auswendig, wo man welche Ballonfarbe abholen konnte. Und das ist ja auch schon mal etwas.