Beinwil Freiamt
Ein neues Schulhaus für die gute Zukunft des Dorfes

Die bestehende Schulanlage in Beinwil im Freiamt wird mit einem modernen Neubau für total 3,8 Mio. Franken ergänzt. Einen finanziell so grossen Brocken hat die Gemeinde bisher noch nie gestemmt.

Eddy Schambron
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Eddy Schambron

Mit den Schulkindern haben Gemeinderat, Baukommission und Planer den Spatenstich für die Schulhauserweiterung in Beinwil vollzogen. Bis zum Beginn des Schuljahres 2015/16 wird der Ausbau, der gesamthaft rund 3,8 Mio. Franken kostet, vollendet sein. «Wir haben noch nie zuvor einen so grossen Brocken gestemmt», stellte Gemeindeammann Albert Betschart fest. Baukommissionspräsident Bruno Sidler freute sich, dass es jetzt nach einer zweijährigen Phase der Vorbereitungen an die Umsetzung geht.

Und die Kinder umrahmten den Startschuss für die Bautätigkeiten mit dem Schullied. Zudem wird dereinst eine Skulptur aus von Schülerinnen und Schülern gestalteten Backsteinen an den Bau erinnern; ein erster Backstein konnte der Gemeinderat bereits Schulleiterin Jacqueline Hofer überreichen.

Investition in die Zukunft

Mit der Schulhauserweiterung, welche wegen der kürzlichen Bildungsreform mit sechs Primarschulklassen notwendig wird, investiert die Gemeinde in die Zukunft. «Wir wollen der Jugendlichen bildungsmässig das Optimum bieten», betonte Betschart, «sie sind die Zukunft der Gemeinde.»

Vor genau fünf Monaten hatte der Souverän den notwendigen Baukredit an der Einwohnergemeindeversammlung genehmigt. Das Siegerprojekt des Architekten-Trios Gautschi Lenzin Schenker aus Aarau – es hatte sich aus insgesamt 18 Eingaben bei der 14-köpfigen Fachjury durchgesetzt – ergänzt das bestehende Schulhaus südwestlich mit einem angebauten, zweistöckigen Kubus mit Flachdach. Der Bau wirkt architektonisch eigenständig, ist aber mit der bestehenden Schulanlage verbunden. Mit dem Einbau eines Lifts im alten Gebäude wird zudem die ganze Anlage behindertengerecht ausgestattet. Bei Bedarf könnte der Neubau nachträglich um ein drittes Geschoss aufgestockt werden.

Gewisse Einschränkungen

Bruno Sidler dankte als Präsident der Baukommission den Gemeinderätinnen Helen Suter und Fränzi Stenico, der Schulleiterin Jacqueline Hofer, Sepp Suter, Präsident der Schulpflege und Gody Küng, Abwart, für die konstruktive Mitarbeit in der Kommission. Am Spatenstich anwesend waren auch die Architekten Dominik Lenzin, verantwortlicher für die Schule Beinwil, Andreas Gautschi und Philipp Schenker. Fachlich begleitet wird die Gemeinde durch den Bauexperten Daniel Zehnder, die Bauleitung übernimmt Adrian Meier von der A. Hauri Baumanagement.

«Selbstverständlich ist auch die Unterstützung durch die Schule und die Schulkinder gefordert», betonte Sidler, «die Bauarbeiten werden nicht immer ohne Lärm und Einschränkungen von sich gehen.» Schulleiterin Jacqueline Hofer machte gleich auf eine aufmerksam: Der grosse Pausenplatz wird während der Bauzeit für Fahrzeuge und Geräte benötigt und steht deshalb nicht den Kindern zur Verfügung.

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