Martin Burkart ist ein Glücksfall für die Schwimmbadgenossenschaft Muri: Er kann nicht nur alles, was ein Betriebsleiter einer Badi können muss, er kennt auch die Murianerinnen und Murianer. Und umgekehrt. «Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und hoffe, dass ich auch mit ein paar Ideen die Attraktivität der Badi weiter steigern kann», sagt der 50-Jährige, der in Murianer Vereinen verwurzelt ist und selbstverständlich den Ausweis als Rettungsschwimmer besitzt. Er ist zudem Präsident der Sektion Freiamt-Reusstal der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG).

Auf dem Badi-Gelände herrscht emsiges Treiben. «Wir nutzen das gute Wetter gerne für die Vorbereitungen aus», lachen Burkart und seine Stellvertreterin, Rebekka Mathys. Rund eine halbe Tonne Spezialfarbe hat Martin Burkard mit seinem Team eben erst für die Beschichtung der Becken verarbeitet. Das ist typisch für den Mann, der ursprünglich Landmaschinenmechaniker gelernt hat. «Ich kann vieles selber machen.» Die Wartung technischer Gerätschaften? Kein Problem. Die Reparatur einer Maschine? Nimmt er selber an die Hand. Sicherheitskontrolle an Spielgeräten? «Das ist ganz wichtig.» Ihm zur Seite stehen bewährte Leute. «Ein gutes Team ist unverzichtbar», weiss er und freut sich, dass zwei Drittel seiner 20 Mitarbeitenden bereits früher in der Badi gearbeitet haben. Von ihrer Erfahrung profitieren auch die neuen Leute, die erstmals in dieser Aufgabe stehen. Sicher ist: «Alle müssen viel Flexibilität zeigen». Das Wetter bestimmt den Badi-Betrieb, der Besucheraufmarsch ist kaum berechenbar. Und Burkart möchte die Badi gerne auch als Treffpunkt bekannt machen, wenn das Wetter nicht zwingend nach der Badehose ruft. «Ich möchte die Badi-Gäste schon noch mit der einen oder anderen Idee überraschen».

Schon der Vater

Grund für den neuen Job war «eine gewisse berufliche Flaute» in der vorherigen Anstellung. Mit 50 Jahren schien es ihm passend, nochmals eine neue Herausforderung anzupacken. Burkart wusste, worauf er sich einlässt: Erstens engagierte er sich vor seiner neuen Anstellung im Vorstand der Schwimmbadgenossenschaft, und zweitens war schon sein Vater Badmeister in Muri. Reizvoll an der neuen Arbeit findet er einerseits die Vielfalt der Aufgaben, andererseits den Kontakt mit der Bevölkerung. Auch im Winterhalbjahr wird es Burkart nicht langweilig: «Dann stehen Pflege und Wartung der zum Teil nun doch schon über 35-jährigen Anlagen und technischen Geräte an.»

Nicht nur der Betriebsleiter in der Badi Muri ist neu, sondern auch die 86 Meter lange Rutschbahn. Erstmals eingesetzt werden in dieser Saison Rasenroboter. Schliesslich wurde die Speaker-Anlage erneuert. «Klar verständliche Durchsagen sind auch ein Beitrag zur Sicherheit», unterstreicht Burkart. Jetzt stehen er und sein Team sozusagen im Endspurt der Vorbereitungen. In drei Wochen, genau am 3. Mai, öffnet die Badi Muri ihre Saison – hoffentlich bei eitel Sonnenschein.

Mit Rabatt

Vom Donnerstag, 3. Mai, bis und mit Sonntag, 6. Mai, gibt es auf Saisonkarten 10 Prozent Rabatt. Für die Rabatt-Tage ist die Kasse auch bei Regenwetter von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Die Saisonkarte kostet für Jugendlichen 50, für Lehrlinge und Studenten 70 und für Erwachsene 100 Franken. Kinder unter sechs Jahre baden gratis. Saisonschluss ist am Samstag, 15. September.