Rottenschwil
Ein letzter Aufruf im kleinen Dorf ohne Ammann: «Bitte melden!»

Trotz allerlei Bemühungen fehlen in der kleinen Gemeinde Rottenschwil nach wie vor ein Gemeinderat und der Gemeindeammann.

Merken
Drucken
Teilen
Rottenschwil: EIn Dorf, das keinen neuen Ammann findet.

Rottenschwil: EIn Dorf, das keinen neuen Ammann findet.

Sreenshot Google Street View

Nachdem die Anmeldefrist für den zweiten Wahlgang unbenutzt verstrich, wird eine Nachmeldefrist bis und mit 10. November, 12 Uhr, angesetzt. Dies selbstredend in der Hoffnung, dass der zweite Wahlgang im Dezember stattfinden und zumindest der Gemeinderat noch im Jahr 2015 komplettiert werden kann.

Was geschieht, wenn sich auf den quasi letzten Aufruf von Gemeindeverwaltung und Gemeindebehörde wieder niemand meldet? «Dann würde im Frühjahr 2016 das Wahlprozedere in Rottenschwil fortgesetzt», sagt Martin Süess vom Gemeindeinspektorat des Kantons Aargau, «und zwar erneut mit einer ersten Ersatzwahlrunde für ein Mitglied des Gemeinderats sowie auch für den Gemeindeammann.»

Sollte sich zeigen, dass Rottenschwil-Werd die Vakanzen erneut nicht beheben kann, bieten die Kantonsbehörden Unterstützung. Man würde dann vor Ort mit der Gemeindebehörde mögliche Ursachen und Auswege erörtern. «Pfannenfertige Lösungen gibts keine», merkt Süess an. Eine denkbare und befristete Option sei die Einsetzung eines externen Begleiters des Gemeinderats. Schon im Sommer 2014 war in Rottenschwil-Werd ein externer Begleiter installiert worden, weil der Gemeinderat damals nur drei Leute zählte.

Vorrang hat laut Martin Süess die Vollständigkeit des Gemeinderats. Denn der Vizeammann – im Fall von Rottenschwil Brigitte Hirter – übe ja einstweilen die Funktion des fehlenden Gemeindeammanns aus. Auch dies könne, genau wie die Unterbesetzung im Gemeinderat, keine Dauerlösung sein, aber immerhin eine Übergangsregelung. (sl)