Bremgarten

Ein Ingenieur wurde zum neuen Friedensrichter gewählt

Andreas Hofmann setzt sich mit 60,5 Prozent der Stimmen klar gegen Margrit Hard durch.

Der neue Friedensrichter im Kreis VI des Bezirks Bremgarten heisst Andreas Hofmann. Der Ingenieur aus Oberwil-Lieli setzte sich klar gegen Margrit Hard aus Muri durch. Mit 4089 gegen 2669 Stimmen. Oder in Prozent gesprochen: 60,5 Prozent der Wählenden aus den Gemeinden Büttikon, Dottikon, Fischbach-Göslikon, Hägglingen, Niederwil, Sarmenstorf, Tägerig, Uezwil, Villmergen und Wohlen waren für Andreas Hofmann, der in jeder Gemeinde mehr Stimmen als Margrit Hard erhielt.

Der 61-Jährige wird somit die Nachfolge von Yves Polin antreten, der aus Altersgründen als Friedensrichter zurücktrat. Er sei wegen seiner beruflichen und menschlichen Erfahrung für das Amt geeignet, sagte Andreas Hofmann vor dem zweiten Wahlgang zur AZ. Zudem hätte er neben seinem Beruf genug Kapazitäten, um das Amt auszuführen.

Freude bei Andreas Hofmann, anders die Gefühlslage bei seiner Gegenkandidatin. «Im Moment bin ich ein wenig enttäuscht», sagt Margrit Hard am Telefon. Bei noch zwei Kandidierenden seien die Chancen bei 50 Prozent gestanden. Hard lässt noch offen, ob sie bei einer zukünftigen Vakanz erneut für das Amt als Friedensrichterin kandidieren würde.

Auch im ersten Wahlgang lag Hofmann vorne

Bereits im ersten Wahlgang von Ende November erzielte Andreas Hofmann am meisten Stimmen und liess damit Margrit Hard sowie Isabelle Wipf hinter sich. Hofmann verpasste aber das absolute Mehr um 1000 Stimmen. Der Parteilose, der im Wahlkampf von der CVP unterstützt wurde, zeigte sich damals über sein gutes Abschneiden überrascht. Er wäre aber unabhängig vom Resultat nochmals angetreten, führte er aus.

Nicht mehr im zweiten Wahlgang angetreten war gestern Isabelle Wipf, die während 26 Jahren Gerichtspräsidentin des Bezirksgerichts Bremgarten war. Sie sei in Absprache mit der Partei und den Resultaten zu diesem Schluss gekommen, begründete sie. Wipf erzielte im ersten Wahlgang von den drei Kandidierenden am wenigsten Stimmen.

«Ich akzeptiere, dass der Stimmbürger einen Nicht-Juristen und eventuell einen Parteilosen bevorzugt», gab sie nach ihrem Entscheid Auskunft. Dieser Fall ist jetzt mit Andreas Hofmann eingetreten.

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