Guggibad

Ein gelungener Probelauffür das Nordwestschweizerische

Über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten im Guggibad einmal mehr einen herrlichen Auftakt in die Freiluft-Schwingsaison.

Über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten im Guggibad einmal mehr einen herrlichen Auftakt in die Freiluft-Schwingsaison.

Über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten im Guggibad einmal mehr einen herrlichen Auftakt in die Freiluft-Schwingsaison.

Pepsi gab es nur für den Sieger am 54. Guggibad-Schwinget auf dem idyllischen Platz zwischen Bettwil und Buttwil. Denn Pepsi heisst der Siegerpreis – ein junger Muni aus dem Stall von Andreas Stocker in Boswil.

Auch der übrige Gabentempel durfte sich sehen lassen: Werkzeugkoffer, Holz- und Metallbearbeitungsmaschinen, ein kleines Leiterwägeli, Wein, Käse, Kindervelos, Kindertraktoren, ein handgeschnitzter Brunnen aus Holz, mehrere Stereo-Anlagen und sogar eine Waschmaschine: «Der Gabentempel ist nicht unwichtig, die Schwinger sollen etwas bekommen für ihren Einsatz», sage Rolf Schmid, der Präsident des organisierenden Schwingklubs Freiamt.

Einmal mehr hat gestern das Wetter gestimmt und damit auch der Publikumsaufmarsch: «Ich kenne die genauen Zahlen noch nicht, aber es dürften bereits über 1000 Leute sein und es kommen immer noch mehr», freute sich Schmid nach dem Mittagessen. «Wir haben allein 130 Ehrengäste geladen, darunter die Sponsoren», sagte er weiter. Ohne sie gehe an einem Schwingfest nichts: «Der Gabentempel allein hat einen Wert von deutlich über 20 000 Franken, die Preise sind alle gespendet. Diese Unterstützung ist sehr wertvoll für uns.»

Jungtalente auf dem Vormarsch

Das Freiamt ist immer noch eine Hochburg im Schwingsport. Zwar sind die Vereinsmitglieder nicht mehr ganz so erfolgreich wie in den frühen 90er-Jahren, als Magnus Döbeli, Marcel Villiger, René Manhard, Leonz Küng, Martin Schmid und Co. die Kränze im Dutzend nach Hause brachten. 42 waren es einmal im gleichen Jahr. «Heute sind es noch 5 bis 6 pro Saison», bilanziert Rolf Schmid, «doch es könnten bald wieder mehr werden. Wir haben ein paar ganz grosse Talente im Klub, Joel Strebel zum Beispiel und Andreas Döbeli.»

Im Guggibad konnte am Sonntag kein Schwinger einen Kranz holen. Die gibt es an regionalen Anlässen nicht. In vier Monaten aber, wenn die Freiämter vom 7. bis 9. August nach 20 Jahren in Jonen erstmals wieder das Nordwestschweizer Schwingfest ausrichten, hoffen die Einheimischen auf einheimische Top-Leistungen. «Mal sehen», schmunzelt Rolf Schmid, «wir wollen ja nicht ein Super-Schwingfest ausrichten, wir möchten da auch ein paar sportliche Höhepunkte setzen.»

Der traditionelle Guggibad-Schwinget war schon mal ein in allen Teilen gelungener Probelauf. Die Klubmitglieder konnten sich recht gut in Szene setzen (Resultate im Sportteil). Und auch gesellschaftlich war es wie üblich das erste grosse Treffen der Freiämter Schwingerfamilie. Ein Frühlingstag wie er schöner kaum hätte sein können, dazu die Bratwurst für einen Fünfliber, das Steak mit Pommes frites für 15 Franken und den Halben für 16 Franken – bei den Schwingern lässt sich’s leben.

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