Sarmenstorf
Ein Geburtstag mit waghalsigen Sprüngen

Zu seinem 125-Jahr-Jubiläum veranstaltete der TV Sarmenstorf den diesjährigen Freiämtercup.

Melanie Burgener
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Freiämtercup in Sarmenstorf
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Freiämtercup Sarmenstorf Der Damenturnverein Oberrüti überzeugte mit seiner Aufführung ganz in Schwarz auf der Gym-Bühne.
Freiämtercup Sarmenstorf Eleganz am Barren.
Freiämtercup Sarmenstorf Der TV Wohlen zeigt sein Können am Reck.
Freiämtercup Sarmenstorf Der TV Wohlen am Reck.
Freiämtercup Sarmenstorf Steinstossen stand ebenfalls auf dem Programm.
Freiämtercup Sarmenstorf Die teilnehmenden Vereine messen sich im Steinstossen und Steinheben.

Freiämtercup in Sarmenstorf

Melanie Burgener

Der Gesichtsausdruck konzentriert, die Muskeln bis in die Fussspitzen angespannt warten die Frauen und Männer vor den Reckstangen und den Trampolins auf ihren grossen Auftritt. Von der Zuschauertribüne her ist leises Gemurmel zu hören. Dann ist es soweit: Die Musik ertönt, die ersten Turner schwingen sich um die eisernen Stangen und landen mit einem waghalsigen Sprung wieder auf dem Boden.

Die Vorführungen am Reck gehörten zu einer der insgesamt zwölf Disziplinen am diesjährigen Freiämtercup, der am Freitag stattgefunden hat. Gastgeber war, zur Feier seines 125-Jahr-Jubiläums, der Turnverein Sarmenstorf. Dass der Verein, der Geburtstag feiert, den Freiämtercup veranstaltet, gehöre dazu, erklärt Reto Stuber, Präsident des Kreisturnverbands Freiamt. Er ist bereits im vierten Jahr in diesem Amt und weiss daher, dass es auch ohne Geburtstage nicht schwer ist, einen Veranstalter für den Freiämtercup zu finden: «Es ist ein sehr dankbarer Anlass. Auch, weil er nur an einem Abend stattfindet.»

81 Vorführungen an einem Abend

Komplizierter werde es dafür, wenn es ums Planen und Koordinieren der einzelnen Auftritte geht: «Viele Sportler turnen bei mehreren Aufführungen mit.» Doch es sei auch in diesem Jahr wieder gelungen, alles unter einen Hut zu bringen. Stuber möchte sich bezüglich Organisation jedoch nicht mit fremden Federn schmücken: «Die Hauptarbeit der Organisation hatte der technische Leiter Fredy Klausner.» Auch die restlichen Mitglieder des Verbands hätten alle tatkräftig mitgeholfen.

81 Vorführungen haben am Freitag in den Turnhallen, Mehrzweckgebäuden und auf der grossen Wiese beim Schulhaus in Sarmenstorf stattgefunden. «Das sind fünf mehr als im vergangenen Jahr», bemerkt Stuber. Neben den tänzerischen und akrobatischen Darbietungen haben sich die teilnehmenden Turnvereine beim Steinheben und –stossen gemessen.

Anspannung liegt in der Luft

Doch egal ob beim Hantieren mit kiloschweren Klötzen, beim Koordinieren von schnellen Tanzschritten oder bei komplizierten Figuren auf dem Barren: Die Anspannung der Sportlerinnen und Sportler war förmlich zu spüren und übertrug sich auf die Zuschauer.
Umso grösser war dann die Freude, wenn die Aufführung geglückt war und sich die Turner in den Armen lagen. Diese Momente machten auch den Präsidenten glücklich: «Am meisten freue ich mich auf die Rangliste. Und darauf, wenn beim Rangverlesen alle zufrieden sind.» Schmunzelnd blickt er in die Turnhalle, wo bereits die nächste Gruppe ihre Geräte an die richtige Stelle rückt.

18 Männer haben sich vor fast genau 125 Jahren in Sarmenstorf dazu entschieden, einen Turnverein zu gründen (die AZ berichtete). In all diesen Jahren konnte der Verein – mit all den Höhen und auch Tiefen – bestehen bleiben. Das feierten die rund 50 aktiven Mitglieder mit ihren Gästen am vergangenen Samstag bei gemütlichem Zusammensein in der Festwirtschaft, dem Wettkampf «Di schnellschte Sarmistorfer» und einem Jubiläumsabend mit geladenen Gästen.