Waltenschwil
Ein Feuerwerk, das weit in die Zukunft leuchtet

Waltenschwil beginnt mit dem Bau seines neuen Feuerwehr- und Werkhofgebäudes, kurz: FeuerWerk.

Christian Breitschmid
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Feuerwehr und Werkhof verfügen über je eigene Zugänge zum neuen Gebäude. Das Planbild der Architekten zeigt die Zufahrt zur Fahrzeughalle der Feuerwehr Waltenschwil.

Feuerwehr und Werkhof verfügen über je eigene Zugänge zum neuen Gebäude. Das Planbild der Architekten zeigt die Zufahrt zur Fahrzeughalle der Feuerwehr Waltenschwil.

Visualisierung/zvg

Mitte kommender Woche fährt an der Titlisstrasse in Waltenschwil grobes Gefährt auf. Es gilt, den Aushub zu machen und das Fundament zu legen für das grösste Bauprojekt, welches die kleine Freiämter Gemeinde in ihrer jüngsten Geschichte angepackt hat. Der Spatenstich für das Projekt mit dem klangvollen Namen «FeuerWerk» fand am frühen Donnerstagabend statt. Alle, die sich für die Realisierung des langersehnten Neubaus eingesetzt haben, griffen dabei herzhaft zur Schaufel: Gemeinderäte, Bauamtsmitarbeiter, Feuerwehrleute, Kommissionsmitglieder, Architekten und Unternehmer. Es standen mehr Arbeitswillige als Schaufeln zur Verfügung.

30 Jahre Geduld

Ein grosser Moment für Gemeinderat und Baukommissionspräsident Hansruedi Müller. In seiner Ansprache, hoch von der Baggerraupe, pries er diesen Spatenstich als «historischen Moment». Waltenschwil musste lange auf diesen Moment warten. Vor 30 Jahren schon hatte man erkannt, dass sowohl Feuerwehr als auch Werkhof dringend mehr Platz brauchten. Aber erst im Mai 2014 traten die Verantwortlichen zur ersten Projektsitzung zusammen. Es wurden Ideen entwickelt und zu Papier gebracht. An der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 8. Juni 2015 entschieden die Stimmbürger, das Bauland für «FeuerWerk» der Einwohnergemeinde im Baurecht zu überlassen. Den Zuschlag als Totalunternehmer für die Umsetzung des Baus erhielt Ende Oktober 2016 die Schaerholzbau AG, Altbüron, als Siegerin aus einem zweistufigen Wettbewerb heraus. «Uns hat die planerische Optimierung unserer Vorlage überzeugt – und natürlich auch das preislich attraktive Angebot», erinnert sich Hansruedi Müller.

Gemeinderat Hansruedi Müller begrüsst die Gäste zum Spatenstich standesgemäss ab Bagger.

Gemeinderat Hansruedi Müller begrüsst die Gäste zum Spatenstich standesgemäss ab Bagger.

Christian Breitschmid

Aufrichte bis Ende Jahr

Das Architekturteam der Blum und Grossenbacher Architekten AG, Langenthal, hat ein optisch ansprechendes und optimal funktionelles Gebäude entworfen, das auf einer Fläche von 2650 m2 und mit einem Bauvolumen von 9333 m3 endlich den Platz bietet, den Feuerwehr und Werkhof benötigen, um ihren vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden. 4,8 Millionen Franken verbaut die Gemeinde am ideal gelegenen Standort am Rande des Dorfes, der für alle Einwohner, inklusive Büelisacker, einfach und schnell erreichbar ist und der sowohl der Feuerwehr als auch dem Werkhofpersonal den schnellen Zugang zu den Hauptverkehrswegen ermöglicht.

Die Aufrichte soll gegen Ende dieses Jahres noch stattfinden. Wenn alles nach Plan verläuft, dann werden Feuerwehr und Bauamt im August 2018 aus ihren alten Unterkünften unter dem Gemeindehaus und am Grottenweg in ihr neues Zuhause in direkter Nachbarschaft des Shredderwerks X. Wiederkehr AG umziehen. Feuerwehrleute wie Bauamtsmitarbeiter dürfen sich freuen. «FeuerWerk» verfügt über moderne Werkstätten und schöne Büros, einen zeitgemässen Schulungsraum sowie Aufenthaltsräume, Garderoben und Duschen. Die Gebäudehülle ist aus Holz, auf dem Dach gewinnt eine Photovoltaikanlage Strom aus Sonnenlicht. Ein Projekt für die Zukunft.