«Eimax» heisst der aussergewöhnliche Bau in Sins, der mit dem Waldpreis 2010 des Waldwirtschaftsverbandes Freiamt-Lenzburg ausgezeichnet wurde. «Ei», weil das neue Bürogebäude der Firma Wyder Bedachungen, Sins, diese Form hat, «max», weil der Erbauer Max Wyder heisst. Für das Gebäude wurde vor allem Holz eingesetzt. Gedämmt wird es mit Papier und beheizt mit Holzpellets. Der Sinser Gemeindeammann habe gesagt, er müsse zum Teil noch jetzt den Leuten erklären, was mit der Bauordnung alles möglich ist, erzählte Hanspeter Gehrig, Präsident des Waldwirtschaftsverbandes Freiamt-Lenzburg, an der Mitgliederversammlung mit einem Schmunzeln.

Das Bürogebäude von Max und Ursi Wyder in Sins ist eine so genannte Skelettkonstruktion aus Leimholz und Stahl. Wyder wollte möglichst ökologisch bauen. Er berücksichtigte Handwerker aus der Region und bezog den Rohstoff aus der näheren Umgebung. Das Holz stammt vor allem vom Forstbetrieb Bettwil. Für das Aufrichten des Holzbaus benötigten die Fachleute sieben Tage mit sechs Mann. Für den Bau wurden über 200 Kubikmeter Holz gebraucht.

Kein Nasslager

Der Verband hat Abklärungen für einen möglichen Betrieb eines Nasslagers gemacht. Für den Waldwirtschaftsverband Freiamt-Lenzburg sei ein solches «eine Schuhnummer zu gross», wie sich der Präsident ausdrückt. Ein Nasslager, in dem etwa nach einem Sturm Holz werterhaltend gelagert werden kann, müsse dennoch eine Handlungsoption sein. Daher sollen ein bis zwei Standorte evaluiert und mit Absprachen gesichert werden. Ebenfalls soll der Wasserbezug geklärt werden. Mit einer Umfrage erhellt werden soll zudem die Frage, ob Biker im Wald für die Forstwirtschaft ein Problem darstellen. Für den zurückgetretenen Kurt Härdi wurde neu Frank Hämmerli, Stadtoberförster in Lenzburg, in den Vorstand gewählt.

Kunden betreuen

Im Verbandsgebiet stehen etwa 100 grössere Holzheizungsanlagen in Betrieb, bei zehn von ihnen stellt sich in nächster Zeit die Frage nach einem Ersatz. Jules Pikali von der Holzenergie Freiamt machte klar, dass diese Kunden beraten und betreut sein wollen, damit sie sich wieder für Holzenergie entscheiden. «Es ist zehnmal schwieriger, Neukunden zu gewinnen, und es ist zehnmal schwieriger, einen verlorenen Kunden zurückzugewinnen, als einen bestehenden zu erhalten», sagte Pikali. Entsprechend will die Holzenergie Freiamt im Auftrag des Waldwirtschaftsverbandes den bestehenden Kunden beratend zur Seite stehen, wenn es darum geht, die Heizung zu optimieren oder allenfalls zu ersetzen.