Familiendrama Sarmenstorf
Ein Dorf unter Schock: «Mit so etwas rechnet niemand»

Am Tag nach dem Doppelmord von Sarmenstorf können Anwohner kaum glauben, was in ihrem Dorf geschehen ist. Und eine Nachbarin des mutmasslichen Täters, der in Dottikon lebt, erzählt, sie habe bei ihm ein ungutes Gefühl gehabt.

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Beim Familiendrama von Sarmenstorf ist am Mittwochabend ein älteres Ehepaar umgebracht worden. Der 32-jährige Sohn A.S. steht unter Tatverdacht und wurde noch in der Nacht nach der Tat mit seiner Ehefrau verhaftet.

Im Dorf hat man die Familie, die seit 30 Jahren hier lebt, nicht viel gesehen. Sie haben sehr zurückgezogen gelebt, wie Nachbarn gegenüber Tele M1 sagen. Sie hätten mit niemandem aus der direkten Nachbarschaft Kontakt gehabt. Nebst den Eltern waren das drei Söhne und zwei Töchter, wobei ein Sohn vor einigen Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam.

Familiendrama in Sarmenstorf: Ehepaar ermordet
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Die beiden Toten wurden am Mittwochabend in ihrem Haus gefunden - die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort.
In diesem Einfamilienhaus am Schulweg in Sarmenstorf starb das ältere Ehepaar.
Die Polizei hat das Haus, in dem sich der Tatort befindet, am Mittwochabend grossräumig abgesperrt.
Ein Angehöriger habe den 64-jährigen Mann und seine 60-jährige Ehefrau gegen 20 Uhr in ihrem Haus in Sarmenstorf ermordet aufgefunden.
Der Tatort des Familiendramas in Sarmenstorf
In diesem Haus wohnte das Ehepaar S.
Der Tatort des Familiendramas in Sarmenstorf.
Die versiegelte Wohnung von A.S.

Familiendrama in Sarmenstorf: Ehepaar ermordet

zvg

«Wenn sie mit dem Hund spazieren ging, dann habe ich sie manchmal getroffen. Dann haben wir geredet miteinander», erzählt Christina Egli, die die getötete Ehefrau kannte, dem Regionalsender Tele M1. Die Frau sei keine Frohnatur gewesen, meint Egli sinngemäss.

Auch Ammann Bruno Winkler ist nachdenklich gestimmt: «Es rechnet niemand mit so etwas. Darum ist der Schock auch grösser, wenn man so etwas vernimmt.»

Und gegenüber 20min.ch sagt er: «Die ganze Gemeinde ist berührt ob dem Vorfall.» Und weiter: «Wenn man selbst eine Familie und Kinder hat, kann man sich das nicht vorstellen.»

Der mutmassliche Täter A.S. wohnte mit seiner Frau in Dottikon. Nachbarin Beatrice Boss hat bei ihm schon länger ein ungutes Gefühl gehabt. «Er ist ein wenig aggressiv gewesen. Also wenn es ihm nicht gepasst hat, dann ist er schon laut geworden.» (pz)

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