Quizfrage: Wie löscht ein Feuerwehrmann die Kerzen auf seinem Geburtstagskuchen? Ob er das mit einer Löschdecke, mit Löschschaum oder doch mit einem gezielten 20-Bar-Spritzer aus dem Strahlrohr tut, das erklären die Mitglieder der Freiämter Feuerwehren gerne anlässlich ihrer Nacht der offenen Tore/Tag der offenen Türen, die am Freitag und Samstag an verschiedenen Standorten im Freiamt durchgeführt werden (siehe Text rechts).

Aus Anlass seines 150. Geburtstages hat der Schweizerische Feuerwehrverband seine Mitglieder eingeladen, sich in ihren Gemeinden der Bevölkerung zu zeigen. Das tun rund 650 Corps aus der ganzen Schweiz und elf davon im Freiamt. Für Thomas Burger, Kommandant der Feuerwehr Bremgarten, ist die Nacht der offenen Tore eine willkommene Gelegenheit, die Aufgaben der Feuerwehr und ihrer Partner vorzustellen, Fragen der Bevölkerung zu beantworten und natürlich auch neue Mitglieder zu rekrutieren. «Wir haben mit 98 unseren Sollbestand von 101 zwar fast erreicht», so Burger, «aber damit dieses bewährte System weiter funktioniert, müssen wir dafür sorgen, dass die Einsatzbereitschaft jederzeit gewährleistet ist.»

Darum bemühen sich alle Feuerwehren sehr um die Jugend. Auch Sarmenstorf und Arni-Islisberg setzen am Tag der offenen Türen mit Spielparcours und praktischen Demonstrationen für die Festbesucher auf das sprichwörtliche Überspringen des notwendigen Begeisterungsfunkens.

Lieber einmal zu früh als einmal zu spät anrufen

Kommandant Daniel Schär ist besonders stolz auf den hohen Frauenanteil von 20 Prozent im Corps von Arni-Islisberg. «Bei uns sind Frauen in sämtlichen Einsatzbereichen tätig. Darauf sind wir stolz, und es ist auch gut und wichtig für die Stimmung im ganzen Corps.» Knapp 80 Feuerwehrleute hat Arni-Islisberg. 68 sind es in Sarmenstorf. Kommandant André Bühler ist stolz auf seine Truppe: «Wir zeigen am Tag der offenen Türen alles, was wir haben und wie wir damit umgehen. Das ist wichtig, damit die Leute auch einmal sehen, wofür ihre Steuergelder eingesetzt werden. Wir freuen uns auf viele interessierte Besucher und ihre Fragen. Die Leute sollen spüren, dass wir für sie da sind und dass es bestimmt nie falsch ist, uns anzurufen. Lieber einmal zu früh, als einmal zu spät ...»