Wohlen

Ein afrikanisches Fest für Kinder im Senegal

Marielle Furter kniet, umringt von ihren Schützlingen, vor einem der von ihrem Verein erbauten Kindergarten im Senegal.

Im Freiamt findet die erste grössere Benefizveranstaltung der Stiftung Kindergardens4Senegal statt.

Schon fünf Jahre ist es her, seit Marielle Furter mit ihrem Projekt im Senegal begonnen hat, und mehr als vier, seit sie den Spatenstich des ersten Kindergartens setzte.

Die Hägglingerin engagiert sich für eine bessere Schulbildung der Kinder vor Ort und hat in diesen Jahren den Bau von zwei neuen Kindergärten ermöglicht, zusammen mit ihrer Organisation Kindergardens4Senegal.

Spenden werden etwas anders eingesetzt als zuvor

Marielle Furter setzt ihre Spenden momentan etwas anders ein. Anstatt neue Kindergärten zu bauen, fokussiert sie sich auf die Verbesserung bestehender. «Die Kindergärten in Sédhiou sind alles andere als optimal», sagt sie.

«Teilweise fliegt das Dach fast vom Gebäude und oft gibt es nicht einmal eine Toilette. Den Schulen fehlt es an Platz. Es gibt nur wenige Zimmer und diese müssen sich rund 80 Kinder teilen. Oftmals haben sie nicht mal einen Ball oder etwas anderes zum Spielen.»

Zudem brauchen die Sanierung und die Verbesserung bestehender Kindergärten auch deutlich weniger Ressourcen, als neue zu bauen. «Dadurch können wir breitflächiger für Chancengleichheit sorgen. Denn wir sind eine kleine Organisation mit begrenzten Mitteln», sagt Furter.

Die neu errichteten Kindergärten müssen nach dem Bau ebenfalls weiter unterhalten werden. Marielle Furter ist Lehrerin und unterrichtet an ihren Kindergärten. Die Mitglieder der Organisation arbeiten ehrenamtlich. Dadurch können über 90% der Spenden direkt vor Ort eingesetzt werden.

Ein Benefizfest zum Dank für die Mitwirkenden

«Ich will möglichst viel Afrika hierher bringen», sagt Furter über ihr nächstes Projekt. Dieses findet in der Schweiz und nicht im Senegal statt. Ein afrikanisches Fest in Wohlen, das am Sonntag, 13. Oktober, durchgeführt wird.

Sie plant es mit ihrem Partner Elhadji Dieme. Er begleitet den Abend musikalisch mit seiner Kora, einer Art westafrikanischen Harfe. «Alle, die am afrikanischen Abend mithelfen, sind Freunde und Bekannte. Wir sind ein kleines Organisationskomitee», erzählt Furter.

Am Anlass in Wohlen sollen nicht nur Spenden gesammelt werden. «Mit dem 5-Jahr-Jubiläum will ich mich bei meinen Unterstützern aus der Region bedanken. Der Eintritt ist für alle frei, es gibt eine Kollekte.»

«Neun Monate im Jahr bin ich im Senegal und arbeite an den Kindergärten. Während der dreimonatigen Schulferien dort komme ich in die Schweiz zurück», erzählt Furter. «Während dieser Monate will ich jährlich Events veranstalten.»

Der Hauptsitz ihrer Organisation befindet sich nun in Hägglingen. «Wenn möglich, möchte ich die Events aber auch mal in Bremgarten oder Aarau durchführen. Mein Ziel ist es, irgendwann über die Kantonsgrenzen hinaus Spendengelder zu sammeln.»

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