Oberlunkhofen
Ein 100-jähriger Pingpong-Tisch für das alternative Open Air

Am Openeye, dem Open-Air-Festival auf dem Bauernhofgelände von Marlis und Hans Hagenbuch, dürfen die Gäste dieses Jahr selber Musik machen.

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Bis am Freitag ist noch einiges zu tun: Das Openeye-Team beim Aufbau.

Bis am Freitag ist noch einiges zu tun: Das Openeye-Team beim Aufbau.

Zum ersten Mal gibt es eine Jam-Bühne, auf der Gitarre und Perkussionsinstrumente zur Verfügung stehen. Nicht etwa, weil man an Bands gespart hätte, wie der Medienverantwortliche Michael Marti erklärt: «Wir haben Multikulti-Bands, aus Genua, aus Zürich und aus der Nachbarschaft, von Reggae bis Techno, Rock und Hip-Hop.»

Ebenfalls neu: Am Samstag wird am Openeye der Film «Home» gezeigt, der ökologische und soziale Probleme thematisiert. Im Anschluss findet eine Diskussion statt. Wer sich dann einen sozialkritischen Spruch auf sein T-Shirt drucken möchte, der ist beim Holzruck richtig. Die Besucher dürfen Vorlagen schnitzen, die dann mit Farbe bemalt und auf Kleidern oder Fahnen zum Einsatz kommen. Die !mps, ein Improvisationstheater, werden die Zuschauer am Samstagabend zum Lachen und Nachdenken bringen.

Vegane Kost und Grillfleisch

Wer sich zwischen den Konzerten lieber etwas bewegen möchte, dem sei der Pingpong-Tisch wärmstens empfohlen: Er wurde aus Holz gebaut, das von einem abgerissenen Gebäude stammt, so ist er, obwohl umgenutzt, wohl über 100 Jahre alt. Auch mit Kubb (Wikinger-Schach) und Slackline lässt sich die Zeit vertreiben. Für alle, die lieber beim Sport zuschauen, statt sich selber zu betätigen, wird natürlich auch der EM-Match übertragen.

Kulinarisch reicht die Bandbreite ebenfalls von Raggae bis Techno, respektive von veganen Gerichten bis zum Fleisch vom Grill. «Das Retroducktion-Küchenteam aus dem Kulturzentrum Bremgarten wird vegane Gerichte mit Zutaten aus der Region zubereiten», sagt Marti.

Wie schon im letzten Jahr gehört der Samstagnachmittag den Kindern. Sie dürfen jonglieren lernen, ein Linolschnitt-Porträt von sich machen lassen, malen, mit Siebdruck die Kleider verzieren oder sich schminken lassen. Auch eine Märchenerzählerin wartet mit spannenden Geschichten auf die Kinder ab 4 Jahren. Und wann werden die Lichter abgeschaltete? «Gar nicht», sagt Marti. «Aber so gegen halb 4 darf der Lärmpegel nicht mehr zu hoch sein, damit sich die Nachbarn nicht gestört fühlen.» (dko)