Schwingen

Eidgenossen Döbeli und Strebel: «So empfangen zu werden, ist das Grösste»

Die beiden neuen Freiämter Eidgenossen Andreas Döbeli und Joel Strebel wurden in Sarmenstorf mit einem rauschenden Fest gefeiert.

«So empfangen zu werden, das ist das Grösste, es ist einfach nur geil», sagte Joel Strebel. Und Andreas Döbeli meinte: «Was soll ich da noch sagen nach so vielen emotionalen und schönen Worten – es ist schlichtweg toll.» Sie hätten sich beide jetzt lange zurückgehalten, auf vieles verzichtet, und seriös auf Zug vorbereitet. «Aber jetzt wird tüchtig gefestet», erklärten die beiden neuen Freiämter Eidgenossen weiter. Strebel wie Döbeli sagten an der rauschenden Feier in der Sarmenstorf Mehrzweckhalle mit bewegten Stimmen aber vor allem auch Danke – ihren Familien, den verantwortlichen Trainern und Betreuern, den Kollegen vom Schwingklub Freiamt – für die grosse Unterstützung. «Ohne euch», sagten sie, «hätten wir es nicht so weit gebracht.»

Riesenaufmarsch zu Ehren der beiden Schwinger

Die Stimmung war toll an diesem lauen Sommerabend in Sarmenstorf. Begleitet von einer Trychlergruppe und Fahnendelegationen verschiedener Aristauer und Sarmenstorfer Vereine wurden Andreas Döbeli und Joel Strebel vom Schulhaus zur Mehrzweckhalle gefahren. Hundertschaften standen am Strassenrand und erwiesen ihnen die Ehre.
In der zum Bersten gefüllten Halle begrüsste Schwingklubpräsident Andreas Ender Schwinger und Gäste und übergab das Wort dem Sarmenstorfer Gemeindeammann Meinrad Baur. Baur war als begeisterter Schwingerfan in Zug mit dabei und freute sich, dass «seine» Gemeinde zusammen mit Aristau den Empfang ausrichten durfte: «Es war schon in Zug grossartig. Uns kamen die Tränen, als sich Andreas bereits am Samstag in die absolute Elite geschwungen hat. Auch die Aristauer Gemeinderätin Ruth Huber zeigte Emotionen: «Der Weg bis zu diesem grossen Erfolg am Eidgenössischen war für euch beide lang und schwer. Ihr habt Disziplin, Energie, Kraft und Ausdauer gebraucht. Ich bin stolz auf unseren Joel, den Aristauer Bürger und Eidgenossen.»

Markus Birchmeier, der Aargauer Schwingerpräsident, zeigte sich überwältigt vom Erfolg der beiden jungen Männer und erklärte: «Als Eidgenossen seid ihr jetzt Volkshelden. Das beweist der Grossaufmarsch von heute Abend. Ihr habt in Zug alles gegeben und uns mit eurer Leistung von den Sitzen gerissen.» Birchmeier kam auch auf Kurt Strebel und Magnus Döbeli zu sprechen. Beides ehemalige und erfolgreiche Schwinger, denen ein Kranzgewinn am Eidgenössischen jedoch verwehrt blieb: «Ihr habt eure Söhne zum Schwingsport gebracht, ihr habt sie gefördert und unterstützt. Auch euch und euren Familien gehört unser Dank.»

«Von euch wird man in Zukunft noch viel hören»

Und wieder an die beiden Schwinger gewandt, sagte er: «Mit eurem Erfolg seid ihr jetzt von den Verfolgern zu den Gejagten geworden. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg.»
Schwingklubpräsi Andreas Ender ist davon überzeugt, dass Döbeli und Strebel diesen haben werden: «Ihr habt es jetzt definitiv in die Schwingerelite geschafft. Doch das ist erst der Anfang. Von euch und von unseren weiteren Freiämter Spitzenschwingern, die ebenfalls zu den Besten im Land gehören, wird man in den nächsten Jahren noch viel hören.»
Stefan Strebel, technischer Leiter der Nordwestschweizer, erwähnte wie schon seine Vorredner die unterstützenden Familien als wichtiger Grundpfeiler: «Sie halten den Sportlern den Rücken frei und ermöglichen so erst den Erfolg.»

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