Mit dem dritten Schnitt, dem für die kommende Fasnacht, eröffnete Beat Koch, IBW-Bereichsleiter Energievertrieb, am Freitagabend offiziell die Wohler Fasnacht im Casino. Die anwesenden Gäste antworteten mit tobendem Applaus und lauten Pfiffen. Bevor das Stroh geschnitten wurde, durfte aber das traditionelle Strauschnitt-Programm nicht fehlen.

Zu Beginn brachten die Wohler Nordfäger das Publikum mit ihren Stücken in die richtige Stimmung. Moderiert wurde der Abend mit dem Motto «Wohle ab is All» von einer blauen Alien-Dame. Passend war das Casino mit leuchtenden Sternen, Astronauten und Ausserirdischen geschmückt. Nach dem Auftritt der Gugge, zu dem sich viele Anwesende erhoben, rief die Alien-Dame Gemeindeammann Arsène Perroud zu sich auf die Bühne. Er sei zwar nicht unbedingt ein Fasnächtler, freue sich aber jedes Jahr auf die Schnitzelbänke – vielleicht, weil er oft selber darin vorkomme, so die Moderatorin.

Mit Perücke und Sonnenbrille

Man habe ihn angefragt, um die Wohler Fasnachtseröffnung offizieller zu gestalten, sagte Perroud. Leider habe er diesen Teil der E-Mail erst gelesen, als er seinen Auftritt schon vorbereitet hatte. Der Gemeindeammann stand mit brauner Lockenperücke, Sonnenbrille, grünen Pluderhosen und Gitarre auf der Bühne und trug selber geschriebene Schnitzelbänke vor:
Sommaruga, Amherd, Keller-Sutter
Die finded all regiere super
Si müend plane, entscheide,
kommuniziere,
striite, kämpfe, argumentiere
Lose, rede, repräsentiere
rächne, zelle und visioniere
erdulde, verhandle und parliere
füere ond sech interessiere
Ond eusi Anita, es fasziniert,
bruucht nur es Rüebli,
ond sie regiert!
Nach Perroud gaben die Kammersänger zehn Verse zum Besten, in denen sie nichts und niemanden verschonten, so auch nicht Walter Dubler:
De Galatti hed sech
am Dubler verbesse
und do demet
d’Stüürzahler bschesse
s chund überall
denn i de Ziitig
sogar im WA
am nöchste Fritig
mer send debii
da mues eus glinge
wenn de Walti
di füfzgi mues bringe

Neben dem ehemaligen Gemeindeammann waren Doris Leuthard, der Villmerger Bachelor, die Poulet-Wienerli und der Gemeinderat grosse Themen in den Schnitzelbänken.

Am Weihnachtsbaum geübt

Auch Vreni und Roman aus dem Alterszentrum Bifang liessen niemanden davonkommen und hatten sogar für den Strauschnitt-Vollstrecker Beat Koch einen Schnitzelbank parat. Er habe den Schnitt wohl am Weihnachtsbaum der IBW geübt, so unterschiedlich lang wie dessen Äste waren.

Nach dem Auftritt des lampenfiebrigen Triangelis läutete Koch mit drei sauberen Schnitten die fünfte Jahreszeit ein. Danach konnten die Anwesenden den Abend mit den Stiereschränzern ausklingen lassen und ausgiebig tanzen.