Merenschwand
Durchgangsplatz für Fahrende: Petitionäre wollen nicht aufgeben

Der Grosse Rat hat am Dienstag Ja zum geplanten Durchgangsplatz in Merenschwand gesagt. Die Petitionäre um Fritz Beck wollen aber weiterhin versuchen, dieses Vorhaben zu verhindern.

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Fritz Beck, Präsident der SVP Merenschwand-Benzenschwil, überreicht Grossratspräsidentin Vreni Friker die Petition gegen den Durchgangsplatz für Fahrende im Freiamt.

Fritz Beck, Präsident der SVP Merenschwand-Benzenschwil, überreicht Grossratspräsidentin Vreni Friker die Petition gegen den Durchgangsplatz für Fahrende im Freiamt.

Emanuel Freudiger

Am Dienstag hat der Grosse Rat den Durchgangsplatz für Fahrende beim Kreisel Benzenschwil gutgeheissen, mit 82 Ja zu 50 Nein-Stimmen. Widerstand geleistet hatten im Vorfeld Petitionäre um Fritz Beck, den Präsidenten der SVP Merenschwand.

«Wir mussten mit diesem Entscheid des Grossen Rates rechnen», sagt Beck nun.

«Wir geben aber nicht auf und werden die Bevölkerung zu überzeugen versuchen, dass Sie an der Gemeindeversammlung Nein stimmen soll. Wir planen Flugblattaktionen und wollen die Einwohnerinnen und Einwohner aufklären, dass der Durchgangsplatz für die Gemeinde keine gute Sache ist.»

Gemeindeammann Suter: «Es dürfte noch eine Weile dauern»

«Bevor der Durchgangsplatz tatsächlich gebaut werden könnte, dürfte es noch eine Weile dauern», sagt der Merenschwander Gemeindeammann Karl Suter.

Dafür gebe es zwei Gründe. Erstens sei das Landstück, das für den Durchgangsplatz vorgesehen ist, derzeit als Landwirtschaftszone deklariert.

Das bedeute, dass eine Umzonung nötig sei, um das Land bebauen zu können. Hierfür ist ein Gemeindeversammlungsbeschluss nötig. «Bis ein solches Traktandum vor die Gemeindeversammlung kommt, ist ein aufwändiges Verfahren nötig», sagt Suter.

Und ausserdem habe der Kanton die Gemeinden informiert, dass wegen der fehlenden Inkraftsetzung des Raumplanungsgesetzes durch den Bund ein Moratorium für Neueinzonungen von etwa anderthalb Jahren bestehe. «Dies wird ja wohl auch für Vorhaben des Kantons gelten», vermutet Suter. (pkr)

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