Es ist gegen 18 Uhr am Dienstagabend, als es an Sabrina Bütlers Haustüre in Wohlen klingelt. Ein 56-jähriger Mann aus Rumänien, bepackt mit einer braunen Tasche und einer Türfalle in der Hand, behauptet, ihre Schlösser austauschen zu müssen. Bütler wird sofort misstrauisch: «Ich habe Nein gesagt und die Tür zugemacht», so die 34-jährige Anwohnerin gegenüber «Tele M1». Den Vorfall meldet sie umgehend der Polizei.

Der Rumäne klingelt derweil bereits an den nächsten Türen im Wohnquartier an der Bifangstrasse. Im Nachbarhaus kann ihn die Polizei aufgreifen und vorläufig festnehmen. 

Für Bütler eine Erleichterung: «Ich hatte extrem Angst vor ihm.» Dass der Rumäne Türschlösser auswechseln wollte, war wohl nur eine dreiste Masche, vermutet Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau: «Wenn man ihn nicht gemeldet hätte, wäre er vielleicht in eine Wohnung gekommen – das wollen sie ja genau. Sie schauen sich nach Wertsachen um und planen dann unter anderem einen Diebstahl.»

Einen festen Wohnsitz in der Schweiz hat der Rumäne nicht. Die Polizei prüft nun, ob er bereits zuvor straffällig geworden ist. Ansonsten müssen sie ihn wieder freilassen – strafbar ist er aufgrund der dubiosen Angebote nicht.

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