«Die Wiederkehr Recycling AG hat entschieden, das Projekt ‹Heuelacher› in Waltenschwil zu stoppen», erklärt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Geplant war, das Betriebsareal um 1,5 Hektaren zu erweitern und dort neue Technologien und neue Abfallkategorien einzuführen.

Unter anderem sollten die Aufbereitung von schwermetallhaltigem Schlamm sowie das Kunststoffrecycling ausgebaut werden. Die Erweiterung hätte die Verlegung der Eisenschere, einen Ausbau des Bahnanschlusses sowie die Vergrösserung von Lagerflächen erfordert.

Risiko der Verzögerung zu hoch

Der Gemeinderat unterstützte das Vorhaben ebenso wie der Regierungsrat. Die für das Projekt nötige Anpassung des Kantonalen Richtplans war bereits in die Wege geleitet. Auch die Waltenschwiler Ortsbürger machten mit und stimmten einem Landabtausch des Waldstücks Tägerhölzli zu.

Aus der Bevölkerung meldeten sich allerdings auch kritische Stimmen. Insbesondere Anwohner kündigten Widerstand an. Sie reklamierten Salamitaktik und verlangten eine längst fällige Gesamtplanung.

Das Unternehmen hat vor den sich anbahnenden Schwierigkeiten kapituliert: «Die Verhandlungen mit dem heutigen Landbesitzer der Kulturlandfläche Heuelacher gestalteten sich schwierig, und die Einspracheverhandlungen zur Umzonung, die an der Waltenschwiler Gemeindeversammlung vom 22. November 2013 zur Abstimmung kommt, haben gezeigt, dass das Risiko von Verzögerungen erheblich ist.»

Die Planungssicherheit in Waltenschwil werde als ungenügend beurteilt und die geplanten Ausbauschritte würden deshalb an einem anderen Firmenstandort geplant. Der Betrieb in Waltenschwil werde im bisherigen Umfang weitergeführt und im Rahmen des auf dem bestehenden Areal Möglichen weiterentwickelt.