Bundesgericht
Drogendealer wehrt sich gegen Eintrag ins Strafregister - vergebens

Ein Marihuana-Dealer akzeptierte zwar ein Urteil des Aargauer Obergerichts, wollte aber vor Bundesgericht erreichen, dass es nicht im Strafregister eingetragen wird.

Philipp Zimmermann
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Der Drogendealer wurde wegen des Handels mit 6,5 Kilogramm Marihuana verurteilt. (Symbolbild)

Der Drogendealer wurde wegen des Handels mit 6,5 Kilogramm Marihuana verurteilt. (Symbolbild)

Keystone

Weil ein Aargauer aus dem Bezirk Muri mit Marihuana handelte, hat das Obergericht ihn im Mai 2017 zu einer bedingten Geldstrafe von 24'000 Franken sowie einer Busse von 6000 Franken verurteilt. Es wies damit seine Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Bremgarten wegen des Handels mit Betäubungsmitteln ab.

Den Schuldspruch anerkennt er zwar in der folgenden Beschwerde. Darin fordert er jedoch vor Bundesgericht, dass seine Verurteilung nicht im Strafregister eingetragen wird. Dies allerdings ist ein Ding der Unmöglichkeit, wie sich im Schweizer Strafgesetzbuch nachlesen lässt. So hält auch das Bundesgericht, er verkenne, "dass der von ihm ausdrücklich akzeptierte Schuldspruch unabhängig von der Art und Höhe der ausgesprochenen Strafe von Gesetzes wegen im Strafregister zu vermerken ist".

Die Richter in Lausanne gehen aus anderen Gründen nicht einmal auf die Beschwerde ein. Diese weise nämlich formelle Mängel auf. Konkret sei sie weder sachbezogen, noch zeige der Beschuldigte plausibel auf, welche Rechte respektive Rechtsnormen die Vorinstanz verletzt haben soll, schreibt das Bundesgericht im Urteil. Es weist auch das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab und auferlegt dem Drogendealer die Gerichtskosten von 500 Franken.

In Dottikon gekauft, in Hendschiken verkauft

Der Mann hatte im Januar 2014 an mehreren Tagen jeweils in Dottikon eine grössere Menge Marihuana gekauft, die er gleichentags in Hendschiken wieder veräusserte. Insgesamt dealte er mit 6,5 Kilogramm Marihuana. Die Ermittler konnten dem Dealer einen Umsatz von 40'550 Franken und einen Gewinn von 3200 Franken nachweisen.

Urteil: 6B_740/2017