«Wir sind froh», sagte Vizeammann Liliane Kappeler am Freitagnachmittag an der schlichten, von der Musikgesellschaft musikalisch umrahmten Einweihungsfeier für den Kreisel Vorstadt in Boswil. Seit Jahren war das Dorf eine Grossbaustelle. Erst kam die Realisierung der beiden Kreisel «Nord» und «Industrie», die zusammen mit der ebenfalls neuen SBB-Überführung 2015 eingeweiht worden sind. Unmittelbar danach fuhren die Baumaschinen in der Vorstadt auf. Nicht nur die einheimische Bevölkerung musste lange Zeit mit Einschränkungen leben, auch der Durchgangsverkehr auf der mit rund 18 000 Fahrzeugen täglich stark belasteten Bünztalachse durchs Dorf war massiv tangiert.

Gegraben und betoniert wird im Dorf zwar noch eine Zeit lang für den Hochwasserschutz am Wissenbach. Die Hauptachse jedoch ist frei, und aus Bauwil wird endlich wieder Boswil.

Verkehrssituation verbessert

Mit dem neuen Kreisel habe sich die Situation in der Vorstadt wesentlich verbessert, sagte Kappeler weiter: «Wie mühsam war es doch bisher, hier auf die Hauptstrasse einzubiegen. Jetzt ist dieses Problem gelöst.» Frau Vizeammann lobte nicht nur die Vorzüge des Kreisels und den vom Boswiler Steinmetz Christian Majoleth gemeisselten Kreiselschmuck – eine abstrakte Trilogie des Mondes, der auch das Dorfwappen ziert –, Kappeler lobte ebenso die ausführende Baufirma Leuthard. Statt der veranschlagten 15 Monate hätte die Realisierung dank deren Grosseinsatz nur 13 Monate gedauert.

Marius Büttiker, für das Projekt verantwortlicher Sektionsleiter Strassen II im Baudepartement, schloss sich diesem Lob an. Mit dem neuen Kreisel, erklärte er weiter, hätten sich nicht nur die Verkehrssicherheit und der Verkehrsfluss erhöht, sondern auch der Strassenraum gestalterisch aufgewertet werden können. Sieben Jahre haben Planung und Realisierung gedauert, 3,5 Mio. Franken kostet das Projekt. Davon muss die Gemeinde Boswil 42 Prozent oder 1,5 Mio. Franken übernehmen. Die Kreditlimite, erklärte Büttiker, könne sicher eingehalten werden.