Niederwil
Drei Walliser Studentinnen werben fürs Freiamt

Erlebnis Freiamt arbeitet für sein neuestes Tourismus-Projekt mit der Fachhochschule Siders zusammen. Die drei Studentinnen haben gestern erste Vorschläge vorgestellt, wie man das Freiamt besser vermarkten könnte.

Andrea Weibel
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Erich Näf (Präsident Erlebnis Freiamt, links) und Beni Kreuzer (Projektleiter mit den Studentinnen Michelle Bisang, Daphne Bucher und Marina Ettlin (von links) von der Fachhochschule Siders.

Erich Näf (Präsident Erlebnis Freiamt, links) und Beni Kreuzer (Projektleiter mit den Studentinnen Michelle Bisang, Daphne Bucher und Marina Ettlin (von links) von der Fachhochschule Siders.

«Das Freiamt beherbergt unglaublich viele kulturelle Schätze», betonte Beni Kreuzer, Projektleiter von Erlebnis Freiamt, gestern im Reusspark. «Doch ausserhalb der Region – und manchmal sogar innerhalb – weiss kaum jemand davon.» Das will der gebürtige Walliser ändern und die Region touristisch aufwerten. Dafür brauche es «eine zentrale Stelle, die das kulturelle Angebot zusammenträgt und gebündelt nach aussen bringt». Dies will Erlebnis Freiamt als NRP-Projekt des Bundes (siehe Box) erarbeiten. Nun hat sich der Tourismusfachmann Unterstützung geholt: Michelle Bisang, Daphne Bucher und Marina Ettlin, Studentinnen der Tourismus-Fachhochschule Siders im Wallis, haben anlässlich ihrer Bachelorarbeit dem Freiamt auf den Zahn gefühlt.

Die Stärken der Region sehen die drei vor allem in der Natur, dem grossen kulturellen Angebot, der zentralen Lage und der guten Erreichbarkeit. «Eine grosse Schwäche ist, dass sich die touristische Entwicklung noch im Anfangsstadium befindet und es kaum Zusammenarbeit zwischen touristischen Leistungsträgern gibt», fasste Michelle Bisang an ihrer Präsentation zusammen.

Das Freiamt biete enorm viel Potenzial, so das Fazit der Studentinnen. Als vermarktbares Produkt haben sie sich Pauschalangebote für jede Jahreszeit ausgedacht, die jeweils an Events gekoppelt sind. Im Sommer stellen sie sich beispielsweise ein Wochenende vor, bei dem die Musik des Boswiler Sommers, aber auch das Strohmuseum in Wohlen oder das Kloster Muri im Zentrum stehen. Ihr Herbstthema ist das alte Handwerk, «dort würden wir die Touristen ins Merenschwander Ortsmuseum und an den Bremgarter Handwerkermarkt bringen und Führungen organisieren», schlug Marina Ettlin vor. Auch den Nebel, der das Reusstal oft einhüllt, könnte man nutzen, um mystische Sagenwanderungen zu organisieren, bei denen Theatergruppen und der Sagenweg im Zentrum stünden.

Beni Kreuzer wie auch viele Freiämter Kulturanbieter waren begeistert von den Vorschlägen der drei. «Die Ideen können angepasst und erweitert werden», so Kreuzer. Doch das sei sekundär. Als erstes werde er mit Leistungsbringern wie Restaurantbetreibern und Landwirten reden, um Broschüren übers Freiamt herauszubringen. Bis Ende 2013 will er die Finanzierung für die Weiterführung des NRP gesichert haben. «Wenn diese steht, können wir richtig mit der Planung beginnen.»