Muri
Drei Schlangen aus dem Bezirksschulhaus getürmt

Drei ungefährliche Kornnattern konnten im Bezirksschulhaus Muri aus einem Terrarium entweichen. Eine ist von den für die Fütterung verantwortlichen Schülern wieder eingefangen worden, die anderen zwei sind noch frei.

Eddy Schambron
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Hauswart Theo Fretz vor dem Terrarium, dessen Plexiglasscheiben nun mit Klebeband gesichert sind.ES

Hauswart Theo Fretz vor dem Terrarium, dessen Plexiglasscheiben nun mit Klebeband gesichert sind.ES

Drei der acht Schlangen von Lehrer Dieter Güntert gelang es, den Spalt zweier Plexiglasscheiben des Terrariums so aufzudrücken, dass sie ins Freie schlängeln konnten. Das bestätigt Hauswart Theo Fretz, der gegenwärtig mit zehn Leuten daran ist, die Grundreinigung des Bezirksschulhauses vorzunehmen.

Eine der drei Ausreisserinnen wurde von den Schülern, die für die Fütterung zuständig sind, selbst gefunden. «Die anderen zwei werden wir wohl auch bald haben», ist Fretz zuversichtlich. Die Tiere suchen nämlich die Wärme, und dort werden sie erwartet.

Schlangen sind keine Gefahr

Eine Gefahr geht von den Kornnattern nicht aus, wie Dieter Güntert ausführt. «Es ist klar, dass man in einem Schulhaus keine gefährlichen Tiere halten kann.» Auf der anderen Seite ist es ihm wichtig, Tiere im Schulzimmer zu pflegen. «Viele Kinder können das zu Hause nicht mehr. Abgesehen davon sind lebende Tiere für den Biologie-Unterricht von grossem Wert», betont er. Den Schülerinnen und Schülern der Kreisbezirksschule Muri jedenfalls gefällt es, neben belebten Aquarien und Terrarien Unterricht zu haben.»

22 Schulzimmer

Bevor der Unterricht an den Schulen aber wieder beginnt, sind Putzequipen in sämtlichen Murianer Schulhäusern daran, Fenster und Böden, Pulte und Stühle zu reinigen. Die Böden werden mit speziellen Mitteln gereinigt und aufwendig von Hand neu versiegelt. Neben den Profis widmen sich der Grundreinigung zahlreiche ehemalige Schülerinnen und Schüler, die sich so ein gutes Sackgeld verdienen.

Allein im Bezirksschulhaus sind es 22 Schulzimmer, «sowie eine ganze Anzahl Nebenräume und Gänge», wie Fretz betont. Sicher ist, dass kein Mitglied seines Teams erschrecken wird, wenn plötzlich eine Schlange auftaucht. Im Gegenteil: Die Tiere werden von den Putzequipen regelrecht erwartet, damit sie wieder ins Terrarium kommen und die Schülerinnen und Schüler mit ihren Kletterkünsten erfreuen können.